Im August dieses Jahres arbeitete ein Viertel der Beschäftigten in Deutschland (25 Prozent) im Schnitt zumindest teilweise von zuhause aus. Das ist ein minimaler Anstieg gegenüber dem April, als 24 Prozent auch im Homeoffice ihrer Arbeit nachgingen, wie eine aktuelle Unternehmensumfrage des ifo Instituts zeigt. Doch wie groß ist der Anteil der Arbeitszeit, die Mitarbeitenden aus dem Homeoffice aus tätig sind?
Unterschiede je nach Branche
In welchem zeitlichen Umfang die Deutschen von zuhause aus tätig sind, unterscheidet sich naturgemäß nach Branchen. Über alle Sektoren hinweg verbringen Beschäftigte rund 17 Prozent ihrer Arbeitszeit im Homeoffice, das ergibt durchschnittlich 1,5 Tage pro Woche. Im IT-Bereich und der Werbe-Branche ist der Anteil der Arbeitszeit, der im Homeoffice verbracht wird, am höchsten: Die Beschäftigten arbeiten fast zwei Drittel der Zeit von zuhause aus. In der Telekommunikation und bei den Rundfunkveranstaltern verbringen die Mitarbeitenden 38 Prozent der Arbeitszeit im Homeoffice. In der Unternehmensberatung und im Dienstleistungssektor liegt der Anteil bei einem Viertel.
In anderen Branchen wird deutlich weniger Zeit im Homeoffice verbracht, weil aufgrund der Tätigkeiten häufiger oder fast immer eine Präsenz vor Ort notwendig ist. So beträgt der Anteil der Arbeitszeit, die im Homeoffice geleistet wird, im Großhandel etwas mehr als zehn Prozent und im verarbeitenden Gewerbe knapp zehn Prozent. Im Einzelhandel arbeiten Beschäftigte noch rund fünf Prozent der Zeit zuhause. Am unteren Ende rangieren das Bauhauptgewerbe mit drei Prozent, Getränkehersteller mit zwei Prozent sowie die Gastronomie und die Beherbergungsbranche mit unter einem Prozent.
Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

