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E-Learning im Einsatz

Hand zeigt auf Kreis mit Beschriftung E-Learning, runderhum Symbole für digitales Lernen
Acht von zehn Unternehmen bieten digitale Weiterbildungsmöglichkeiten an.
Foto: © Sikov/StockAdobe

Mehr als 80 Prozent der Unternehmen hierzulande haben bereits digitale Lernmedien eingesetzt. An erster Stellen steht digitalisierte Literatur, beispielsweise Betriebsanleitungen als PDF. Rund 83 Prozent der Betriebe geben an, diese Form bereits mehrfach oder vereinzelt zu nutzen. Auf Platz zwei stehen Webinare mit knapp 56 Prozent. Online-Selbstlernprogramme sowie Lernvideos, Podcasts und Audiomodule sind bei rund der Hälfte der Unternehmen (53 Prozent) im Einsatz. Es folgen firmeninterne kooperative Lernplattformen, Wissensbibliotheken, Wikis sowie Foren mit 40 Prozent und sonstige digitale Lernangebote mit 39 Prozent.

Unternehmen, die noch keine digitalen Lernmedien verwenden, geben als Gründe dafür vor allem Unsicherheiten im didaktischen Einsatz sowie Vorbehalte bezüglich der Medienkompetenz der Mitarbeiter an. Weiteres Hindernis ist ein fehlender Überblick über den E-Learning-Markt. Das geht aus einer repräsentativen Befragung hervor, die das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) im vergangenen Jahr unter 1336 Unternehmen durchgeführt hat und die dieses Jahr veröffentlicht wurde.

Für die Hälfte der KMU sind digitale Lernmedien genauso wichtig wie klassische Lernformen

Insgesamt schreiben die befragten Unternehmen zwar klassischen Lernmedien noch häufiger einen höheren Stellenwert zu als digitalen Lernmedien, bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ist es jedoch nicht so: Für mehr als jeden zweiten kleinen Betrieb sind digitale Lernformen in der Aus- und Weiterbildung genauso wichtig wie klassische Lernformate oder sogar wichtiger.

E-Learning wird vor allem zur Vermittlung von IT-Anwenderwissen wichtiger

Größenübergreifend sehen gut zwei Drittel der Unternehmen in der Nutzung digitaler Lernmedien ein wichtiges Instrument, um mit der Digitalisierung Schritt halten zu können. Hinsichtlich der gefragten Kompetenzen der Mitarbeiter erwarten die Arbeitgeber den größten Bedeutungszuwachs bei IT-Anwenderwissen und bei Soft Skills, etwa Selbstständigkeit, Planungs- und Organisationsfähigkeit, Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit. Knapp 80 Prozent der Studienteilnehmer finden, dass digitale Lernmedien für die Vermittlung von IT-Anwenderkenntnissen und beruflichem Fachwissen gut geeignet sind. Circa die Hälfte der Unternehmen ist der Ansicht, dass E-Learning auch für die Vermittlung von Soft Skills großes Potenzial bietet. Die Betriebe, die bereits digitale Lernmedien in der Weiterbildung einsetzen, sind noch aufgeschlossener dafür.

Die Studie kann > hier heruntergeladen oder bestellt werden.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.