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Durch Teilqualifizierung neue Talente entdecken und formen

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Auch wenn der Arbeitsmarkt derzeit „ohne Schwung“ umherdümpelt, wie Andrea Nahles, die Chefin der Bundesagentur für Arbeit (BA), kürzlich formulierte, ist das Thema Arbeitskräftemangel mittel- und langfristig keineswegs vom Tisch. Dafür sorgt schon der demografische Wandel. Gleichzeitig gibt es in Deutschland Millionen Menschen ohne formalen Berufsabschluss, deren Potenziale vielfach ungenutzt bleiben. Das Instrument der Teilqualifikationen (TQ) setzt an dieser Stelle an. Ziel ist es, diesen Personen berufsrelevante Kompetenzen gewissermaßen häppchenweise zu vermitteln – und sie so fit für den Arbeitsmarkt zu machen. 

So funktionieren Teilqualifikationen 

Roman Wink, Experte der Bertelsmann Stiftung. Foto: Bertelsmann Stiftung

„Teilqualifikationen sind modulare berufliche Qualifizierungen, die sich aus anerkannten Ausbildungsberufen ableiten“, erklärt Roman Wink, Experte der Bertelsmann Stiftung. „Sie gliedern die Inhalte eines Ausbildungsberufs in didaktisch abgegrenzte Module – meist fünf bis sechs – und richten sich primär an beruflich Geringqualifizierte.“ Während eines Moduls erlernen die Teilnehmenden die Theorie bei den Bildungsträgern. Zusätzlich durchlaufen sie Praxisphasen bei Unternehmenspartnern, die mindestens ein Viertel der gesamten Laufzeit ausmachen. Jedes Modul endet unmittelbar mit einer Kompetenzfeststellung. Über eine sogenannte Externenprüfung bei der zuständigen Kammer kann nach Abschluss aller Module sogar ein regulärer Berufsabschluss erworben werden. 

Das Instrument der Teilqualifikation gibt es schon lange, um insbesondere Geringqualifizierte, Personen ohne Berufsabschluss und Berufsrückkehrer besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Der entscheidende Unterschied zur klassischen dualen Ausbildung liegt in der Modularität und Flexibilität, erklärt Wink. „Während eine Ausbildung mehrere Jahre am Stück dauert, ermöglichen Teilqualifikationen eine schrittweise Qualifizierung. Wer alle Module absolviert, kann sogar einen vollwertigen Berufsabschluss erwerben.“

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