Insgesamt 115 Projekte wurden in diesem Jahr zum Deutschen Personalwirtschaftspreis eingereicht. Eine Auswahl der Bewerbungen wollen wir in den nächsten Monaten an dieser Stelle veröffentlichen.
Worum geht’s?
Mit dem HR-Projekt „Bääm! Eine Kampagne von Azubis für Azubis“. Möchte Trumpf neue Wege gehen und so auf die Ausbildung im Unternehmen aufmerksam machen. Die Idee für die Kampagne entstand Anfang 2021, da man aufgrund der Einschränkungen durch Corona kaum Möglichkeiten hatte, junge Talente auf Messen, über Schülerpraktika oder Ähnliches für eine Ausbildung bei Trumpf zu begeistern.
Im Zuge dieser Überlegungen wurde ein „Brand Ambassador Network“ gegründet, in dem interessierte Auszubildende und Dual- Studierende gemeinsam kreative Claims entwickelt haben, die junge Talente ihrer Generation ansprechen sowie Trumpf erleb- und greifbarer machen sollten.
Warum ist das innovativ?
Aus der coronabedingten Notsituation entwickelte Trumpf mit wenigen Mitteln und der Kreativität der eigenen Brand Ambassadors eine Ausbildungskampagne von Azubis für Azubis. Neben der großflächigen Platzierung der Kampagnenmotive an verschiedenen Orten in Ludwigsburg und Stuttgart wurde die Kampagne außerdem auf den unternehmenseigenen Social-Media-Kanälen beworben. Zudem wurden die Azubis motiviert, Momente aus dem Arbeitsalltag auf Linkedin unter #spotthebääm zu teilen. Für Trumpf war dies eine neue Herangehensweise im Bereich des Auszubildenden-Marketings, die das Unternehmen heute noch verfolgt.
Wie sind Sie konkret vorgegangen?
Für Trumpf stand fest, dass das Unternehmen neue Wege gehen muss, um auf die eigenen Ausbildungen aufmerksam zu machen. Im Zuge dieser Überlegungen wurden innerhalb der aktuellen Ausbildungsjahrgänge ein „Brand Ambassador Network“ gegründet.
Das Kernteam bestand ausschließlich aus Trumpf Mitarbeitern, überwiegend Auszubildenden und DHBW-Studierenden des neu gegründeten „Brand Ambassador Networks“ sowie aus Vertretern der Abteilungen Ausbildung, Unternehmenskommunikation und Employer Branding. Aufgrund der Einschränkungen durch Corona lief das gesamte Projekt fast ausschließlich digital. Meetings wurden über Teams durchgeführt und inhaltliches Arbeiten hat mittels Whiteboards sowie mit anderen Kollaborationsinstrumenten stattgefunden.
Was hat es gebracht?
Trotz coronabedingter Einschränkungen hat Trumpf es geschafft, die steigende Anzahl an Ausbildungs- und DHBW-Studienplätzen zu besetzen. Durch den begleitenden Social-Media-Auftritt konnte Trumpf sich zu dem als Ausbildungsbetrieb darstellen, der Themen rund um Digitalisierung und KI verbindet. Über das Projekt und die gemeinsame Erarbeitung der Kampagne ist es gelungen, das Mindset für die Rolle als Ambassador für die Ausbildung bei Trumpf, bei den Auszubildenden und Dual Studierenden, zu stärken. Auch über diese Kampagne hinaus lebt das damals gegründete „Brand Ambassador Network“ weiter, indem aktuelle Auszubildende und Dual Studierende unter anderem an ihren ehemaligen Schulen, in ihren Vereinen oder auf Social Media als Ambassador die Ausbildung bei Trumpf vertreten
Was waren die Learnings aus dem Projekt?
Aus der anfänglichen Ratlosigkeit, wie man in Corona-Zeiten junge Talente überhaupt ansprechen, beziehungsweise wie man es schaffen kann, eine steigende Anzahl an Stellen überhaupt zu besetzen, hat sich eine Dynamik im Unternehmen und eine Art Think Tank entwickelt, woraus Ideen wie die „Bääm!“-Kampagne entstanden sind.
Die sechs entwickelten Motive leben und verbreiten sich auch außerhalb der omnipräsenten Platzierung wie an Bahnhöfen, mittlerweile an vielfältigen Stellen bei Trumpf weiter: so verwenden Trumpf Mitarbeitende die Motive als Teams-Hintergründe, für Social-Media-Postings wie zum Recruiting Start 2025 auf LinkedIn, als Give-Aways auf Postkarten oder als Roll-Ups auf Messen. Die Situation hat den Verantwortlichen bei Trumpf aufgezeigt, dass es zu jeder Zeit Potential für Innovation gibt, völlig unabhängig von umfangreichen Ressourcen oder Expertise.

