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Körber startet einwöchige virtuelle Karriere-Veranstaltung

1.000 Bewerbungsgespräche führt Gabriele Fanta auf den „Career Day“ im vergangenen Jahr zurück. Seinerzeit hatte die Personalchefin des Körber-Konzerns gemeinsam mit ihrem Team und rund 100 weiteren Mitarbeitenden ein virtuelles 24-Stunden-Programm mit rund 600 Zuschauerinnen und Zuschauern auf die Beine gestellt, das schon am nächsten Tag zu 25 Initiativbewerbungen führte. Im gesamten folgenden Monat seien es 5.000 Bewerbungen mit Bezug auf die Aktion gewesen, von denen eben jede fünfte zumindest zu einem Gespräch führte.

Kein Wunder also, dass das Projekt, das auch für den Deutschen Personalwirtschaftspreis nominiert war, in eine zweite Runde geht. Ende September findet nun eine ganze virtuelle „Career Week“ statt, diesmal auch mit externen Referentinnen und Referenten. Vom 26. bis 30. September ist zum Beispiel HR-Influencer Gero Hesse zu Gast, aber auch die Multi-Aufsichtsrätin und Autorin Yasmin Weiß, die Journalistin und Strive-Verlegerin Katharina Wolff und die Ex-Personalerin und heutige Beraterin Angelika Kambeck. Manch einer der Sprecherinnen und Sprecher sei auf sie zugekommen, nachdem der „Career Day” im vergangenen Jahr so erfolgreich gewesen war, erzählt Fanta im Gespräch mit uns. Andere habe sie aus ihrem Netzwerk rekrutieren können.

„Viele Möglichkeiten zur Weiterentwicklung“

Auch wenn natürlich Kolleginnen und Kollegen eingeladen sind, die schon für das Unternehmen arbeiten, genauso wie allgemein an HR-, New-Work- und Technologiethemen Interessierte, ist das Hauptziel auch in diesem Jahr, Kandidatinnen und Kandidaten zu gewinnen. „Gerade weil wir nicht der größte und bekannteste Arbeitgeber auf dem Markt sind, ist so etwas wichtig für uns“, sagt Fanta.

Insgesamt arbeiten etwa 12.000 Menschen für das Unternehmen, verteilt auf die fünf Geschäftsfelder Digital, Pharma, Supply Chain, Tissue und Technologies. Letzteres lief als Tabakindustriesparte noch bis diesen September unter dem Markennamen Hauni, und auch die restlichen Geschäftsfelder waren teilweise bis vor wenigen Jahren noch unter ganz anderen Namen bekannt. Die Zusammenfassung der Marken helfe bei der Bildung einer Arbeitgebermarke – schließlich wird den potenziellen Mitarbeitenden so direkt klar, dass es um das gleiche Unternehmen geht. „Wir haben dabei zum Beispiel auch das Recruiting zentralisiert, arbeiten hier virtuell global zusammen“, sagt Fanta. Natürlich gebe es innerhalb der HR-Organisation dennoch je einen Recruiting-Verantwortlichen pro Geschäftsfeld. Wichtig seien eben die übergreifenden Standards. „So bleibt die Steuerung einheitlich, überall haben wir den gleichen Anspruch an schnelle Rückmeldungen und einen wertschätzenden Prozess“, sagt Fanta.

So sieht sie bei aller Schwierigkeit, die die fünf unterschiedlichen Geschäftsfelder manchmal mit sich bringen, auch und vor allem Vorteile: „Wir geben unseren Mitarbeitenden so viele Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln und bei Bedarf auch geschäftsfeldübergreifend zu verändern.“ Auch deshalb sei die „Körber Career Week”, bei der jeder Tag einer Geschäftseinheit gewidmet ist, eben nicht nur ein Mittel des Employer Brandings nach außen, sondern ebenfalls und vor allem nach innen.

Info

Ist Chef vom Dienst der Personalwirtschaft Online und kümmert sich unter anderem um die Themenplanung der Webseite. Texte schreibt er vor allem über Themen aus den Bereichen Arbeitsrecht, Digitalisierung und dem Mittelstand.