Aktuelle Ausgabe neu

Newsletter

Abonnieren

Recruiting: Kampf um Aufmerksamkeit wird zur Kernaufgabe

Artikel anhören
Artikel zusammenfassen
Teilen auf LinkedIn
Teilen per Mail
URL kopieren
Drucken

2026 ist das Jahr, in dem Recruiting nicht länger als reine Besetzungsfunktion durchgeht. Sichtbarkeit, Glaubwürdigkeit und Geschwindigkeit entscheiden darüber, ob Unternehmen auf dem Radar der Zielgruppen landen. Die Ansprüche der Bewerberinnen und Bewerber steigen, gleichzeitig professionalisieren sich die Tools – und verschärfen den Druck auf HR, die eigene Attraktivität messbar zu machen.

Was auffällt: Recruiting wird analytischer. Immer mehr Unternehmen prüfen systematisch, welche Botschaften funktionieren, welche Kanäle performen und wo Kandidatinnen und Kandidaten in ihren Journeys abspringen. Karrierewebsites werden nicht mehr nur redaktionell gepflegt, sondern technisch optimiert, strukturiert und indexierbar gestaltet. Wer nicht auffindbar ist, verliert Reichweite – und damit die Möglichkeit, seine Employer Brand zur Geltung zu bringen.

Info

Für HR entsteht daraus ein neues Profil. Die Rolle verlangt technisches Verständnis, analytische Fähigkeiten und ein Gespür für differenzierte Zielgruppenansprache. Recruiting wird zur Aufgabe, die nicht nur Tools benötigt, sondern klare Prioritäten, durchdachte Prozesse und eine konsistente Kommunikation.

Die Herausforderung liegt darin, Geschwindigkeit mit Qualität zu verbinden. Denn eines zeigt sich über alle Branchen hinweg: Talente entscheiden früher, kritischer und selbstbewusster. Wer sie überzeugen will, muss nicht nur präsent sein, sondern Orientierung bieten. Damit wird Recruiting 2026 zu einer Gestaltungsaufgabe. HR ist gefragt, sie aktiv anzunehmen.

Leseempfehlungen zum Thema

Sven Frost betreut das Thema HR-Tech, zu dem unter anderem die Bereiche Digitalisierung, HR-Software, Zeit und Zutritt, SAP und Outsourcing gehören. Zudem schreibt er über Arbeitsrecht und Regulatorik und verantwortet die redaktionelle Planung verschiedener Sonderpublikationen der Personalwirtschaft.