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Eine Frage der Reife?! Qualitäts- und Lernprozesse im BGM

Mehr und mehr Unternehmen setzen auf die positiven Effekte eines Betrieblichen Gesundheitsmanagementsystems (BGM-System), um die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit ihrer Belegschaft nachhaltig zu fördern. Diese Effekte hängen zum einen von der Qualität des Managementsystems und zum anderen von dem Grad der flächendeckenden Umsetzung der einzelnen Systembausteine ab. Je differenzierter eine Aussage und die Betrachtungsebenen sind, desto genauer können die Effekte des BGMs (oder auch das Ausbleiben gewünschter Erfolge) beschrieben werden.

Im Arbeitsalltag entscheidet sich, ob BGM wirklich gelebt und wirksam wird. Mit deren Umsetzung in den betrieblichen Alltag werden in der Regel BGM-Akteure wie Führungskräfte oder BGM-Funktionäre betraut. Schulungs- und Trainingsangebote sollen dabei unterstützen, die erforderliche Handlungskompetenz aufzubauen. Der Transfer in der Praxis stellt für viele BGM-Akteure jedoch eine Herausforderung dar.

Qualität der BGM-Arbeit sichern, Handlungskompetenz aufbauen

Ein aussagekräftiges Bild der Qualität und der Umsetzung des BGM-Systems bietet BGM-Verantwortlichen die Möglichkeit, die BGM-Aktivitäten auf verschiedenen Unternehmensebenen zu optimieren und das Potenzial des BGMs ausschöpfen zu können. Entsprechende Lern- und Qualifizierungsansätze, die BGM-Akteure „on the Job“ beim Transfer in den betrieblichen Alltag unterstützen, tragen zur Nachhaltigkeit des BGM bei.

Reifegrad BGM – Das Tool zur Optimierung der BGM-Arbeit

Die „Gesunde Arbeitswelt“ der Currenta GmbH & Co. OHG bietet ein Tool inklusive einer Erhebungssystematik in ihrem Portfolio an, das a) die Qualität der BGM-Arbeit sichern und b) BGM-Akteure dabei unterstützt, die Umsetzung des BGM voranzutreiben: Den Reifegrad BGM.

Organisationales und individuelles Empowerment im Fokus (Foto: © Adobe Stock)

Dieser beschreibt die Qualität und den Grad der Umsetzung wesentlicher Qualitätsmerkmale im BGM (vgl. u.a. Bamberg, Ducki, & Metz, 20111). Der Fokus liegt auf der BGM-Arbeit in dezentralen Unternehmenseinheiten. In einem gemeinsamen Dialog der jeweiligen BGM-Akteure unter der Moderation eine:r BGM-Expert:in wird die „Reife“ des BGM anhand eines halbstandardisierten Fragenkatalogs erhoben. Ergebnis ist ein Qualitätsbericht, der den Reifegrad qualitativ in Form konkreter Optimierungspotenziale und quantitativ in Form einer Kennzahl ausweist. Letztere kann in ein unternehmensweites BGM-Kennzahlensystem aufgenommen und zur Qualitätssicherung des gesamten BGM-Systems genutzt werden.

Organisationales und individuelles Empowerment im Fokus

Anders als bei klassischen Qualitätsaudits geht es bei dem Reifegrad-Tool erst an zweiter Stelle um die Qualitätsbewertung. An erster Stelle steht die Förderung von individuellen und organisationalen Lernprozessen durch das Abbilden von Optimierungspotenzialen. Gleichzeitig werden Facetten mit einer hohen Güte wertgeschätzt. Übergreifendes Ziel ist es, BGM-Verantwortliche und Akteure auf allen Unternehmensebenen zu befähigen, die Qualität der BGM-Arbeit zu steuern und voranzutreiben.

Auf individueller Ebene werden durch ein austauschorientiertes Vorgehen Lernprozesse angestoßen. Die BGM-Akteure reflektieren bereits in der gemeinsamen Diskussion zur Erhebung des Reifegrades, auf welche Aspekte bei der BGM-Arbeit Wert gelegt werden sollte. In einem Feedbackgespräch erörtern diese schließlich konkrete Optimierungsmaßnahmen.

Auf organisationaler Ebene bietet das Reifegrad-Tool Unternehmen die Möglichkeit, regelmäßig und flächendeckend die Qualität und die Umsetzung des gesamten BGM-Systems zu steuern und kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Der Reifegrad in der Praxis

Reifegrad in der Praxis (Foto: © Adobe Stock)

Der Reifegrad wurde in über 40 Beratungsprojekten bereits erfolgreich eingesetzt. Das Tool zur Messung von BGM-Strukturen, -Maßnahmen und der strategisch richtigen Vorgehensweise zur Ableitung, Erarbeitung und Evaluation von Maßnahmen (Erhebung und Ergebnisdialog) erweist sich als ökonomisch, smart, differenzierend und valide.

Es stieß auf breite Akzeptanz bei den Verantwortlichen und Beteiligten. Die Rückmeldung der Qualität der BGM-Arbeit in Kombination mit konkreten Optimierungsansätzen und dem austauschorientierten Vorgehen wurde von allen Beteiligten als positiv und nützlich bewertet.

Im Zuge der Ergebnisrückmeldungen wurden zudem erste Verbesserungsmaßnahmen durch die Bereiche angestoßen, bspw. die Besetzung vakanter BGM-Funktionen, die Optimierung des Gesundheitsmarketings oder der verstärkte Einbezug der Führung in BGM-Prozesse.

Sie wollen mehr zum Reifegrad BGM erfahren? Dann kontaktieren Sie uns unter: bgm@currenta.biz

Literaturangabe:
1. Bamberg, E., Ducki, A. & Metz, A.M. (2011). Gesundheitsförderung und Gesundheitsmanagement in der Arbeitswelt. Ein Handbuch. Göttingen: Hogrefe.

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