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Fit für die Fachkräfte-Fluktuationswelle: 7 Tipps für Arbeitgeber

1. Fachkräfte sind wechselbereit – Chancen fürs Recruiting nutzen, Risiken für die Bindung im Auge behalten

Knapp die Hälfte der Fachkräfte haben im Laufe ihres Berufslebens den Arbeitgeber schon mehr als dreimal gewechselt. Selbst während der Pandemie hat jede zehnte Fachkraft den Job gewechselt. Nach Corona dürfte die Bereitschaft zum Wechsel zunehmen. Das birgt Chancen fürs Recruiting – und Risiken für die Bindung. Arbeitgeber müssen sich daher beidhändig auf die Fachkräfte-Fluktuation vorbereiten und Bindung wie Recruiting in den Blick nehmen. Ihnen ist eine Risikoanalyse für beide Faktoren zu empfehlen, die neben dem knapper werdenden Angebot auf dem Arbeitsmarkt eine höhere Fluktuation einkalkuliert.

2. Wichtige Bindungsfaktoren im Auge behalten, Fluktuationsrisiken aktiv managen

Gehalt, Führungskultur und Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben haben eine sehr starke Wirkung auf die Bindung von Fachkräften. Zugleich ist nur eine Minderheit damit beim aktuellen Arbeitgeber zufrieden. Unternehmen sollten diese Faktoren im Auge behalten und dabei insbesondere bei Engpass-Zielgruppen in ihre Wettbewerbsfähigkeit investieren. Ein Benchmarking mit dem arbeitgeberseitigen Wettbewerb sollte möglichen Investitionen vorausgehen.

3. Selbstbewusste Fachkräfte – Recruiting überzeugungsorientiert gestalten

Die Mehrheit der Fachkräfte ist überzeugt, sich den Job aussuchen zu können. Besonders ausgeprägt ist das Selbstbewusstsein unter jüngeren Fachkräften sowie in ausgesprochenen Mangelberufen wie der Pflege. Die aktuelle Bewerbungsmythen-Studie von meinestadt.de zeigt: Noch halten viele Fachkräfte an Glaubenssätzen aus der Zeit des Bewerberüberhangs fest, aber der entscheidende Schub an Bewerber-Selbstbewusstsein steht unmittelbar bevor. Arbeitgeber sollten in der Kommunikation, in den Prozessen sowie im Verhalten deshalb ganz auf Überzeugung setzen. Das bedeutet für Stellenanzeigen zum Beispiel: kurze Anforderungsprofile, aber lange Angebotsabschnitte („Was wir bieten“, „Unser Angebot“). Jobinterviews sollten Sie nicht ausschließlich als Auswahlgespräch nutzen, sondern auch von sich als Arbeitgeber überzeugen.

4. Starke Bindungsfaktoren für das Recruiting nutzen

Die Führungskultur in ihrem Betrieb stimmt ebenso wie die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben? Dann sollten Sie Ihren Bewerber:innen das glaubwürdig vermitteln. Der verschärfte Wettbewerb um die Fachkräfte wird jedoch früher oder später über das Gehalt geführt – und die Transparenz zum Thema steigt. Auch bei den anderen Bindungsfaktoren gilt: Zuerst kommt die Qualität und Wettbewerbsfähigkeit im arbeitgeberseitigen Vergleich, dann die Kommunikation. Erfolg im Fachkräfterecruiting = Substanz + Transparenz.

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Die Great Resignation: Fluktuationswelle bei Fachkräften – wie Arbeitgeber darauf reagieren sollten

Great Resignation – die große Kündigungswelle in den USA: Wann kommt sie nach Deutschland? Ist das ein Akademikerphänomen? Tatsächlich zeigt eine aktuelle Studie die hohe Wechselbereitschaft auch bei Fachkräften mit Berufsausbildung. Wie Sie als Arbeitgeber darauf reagieren können, zeigt das Special von meinestadt.de.

5. Kein Arbeitgeber fürs Leben – neue Arbeitgeberversprechen entwickeln

Gelegentliche Arbeitgeberwechsel sind für die meisten Fachkräfte normal geworden, das Zielbild des „Arbeitgebers fürs Leben“ ist Sache einer Minderheit. Darauf müssen Sie in der Kommunikation Rücksicht nehmen. Wie sehen glaubwürdige Arbeitgeberversprechen aus, wenn es nicht mehr um den „Job des Lebens“ oder den „Traumjob“ geht?

6. Quereinstieg als Regel – Quereinsteiger:innen im Recruiting gezielt ansprechen

Der Weg aus der Gastronomie an die Frischetheke des Discounters ist nicht weit. Unsere Studie zeigt: Die Bereitschaft zum Branchenwechsel ist unter Fachkräften groß. Der gelegentliche Quereinstieg ist für Fachkräfte eher die Regel als die Ausnahme und hat viele Gesichter. Die meisten Wechsler:innen machen damit positive Erfahrungen. Rekrutierende Unternehmen können dies als Chance nutzen und im Recruiting gezielt Quereinsteiger:innen aus benachbarten Branchen ansprechen.

7. Fast die Hälfte der Fachkräfte sucht passiv – bislang ungenutztes Potenzial ausschöpfen

Fachkräfte, die sich nicht aktiv bewerben, sind dennoch mehrheitlich offen für neue Jobs. Hier gilt es, neue Wege zu gehen, um die potenziell Wechselwilligen zu erreichen. Die Ansprache von Fachkräften außerhalb von klassischen Jobportalen und Active Sourcing ist kaum entwickelt. Gehören Sie zu den Ersten und punkten Sie im Wettbewerb. meinestadt.de bietet für ein ganzheitliches Recruiting genau das richtige Umfeld: Das Regionalportal ist mehr als nur ein Jobportal, denn es bündelt alle lokalen Informationen und Angebote rund um Jobs, Immobilien, Auto und Freizeit in allen 11.000 Städten und Gemeinden Deutschlands. Mit monatlich über 17,5 Mio. Besuchen ist das Portal erste Anlaufstelle für alle, die in ihrer Region etwas finden wollen. Das einzigartige „Regional sichtbar“-Prinzip ermöglicht Ihnen ganzheitliches Recruiting im gesamten Portal von meinestadt.de. Mit Stellenanzeigen, Unternehmensprofil und Werbemöglichkeiten erreichen Sie mehr: mehr regionale Sichtbarkeit und mehr Reichweite. Und das sowohl bei aktiv Jobsuchenden im Jobportal als auch bei passiv Suchenden in den anderen Bereichen von meinestadt.de.

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