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Diese Berufsgruppen erkrankten am häufigsten an Corona

Erzieherinnen und Erzieher erkrankten häufiger an Corona als Arbeitnehmende in den meisten anderen Berufsgruppen. (Foto: Alessandro Biascioli Adobe Stock)
Erzieherinnen und Erzieher erkrankten häufiger an Corona als Arbeitnehmende in den meisten anderen Berufsgruppen. (Foto: Alessandro Biascioli Adobe Stock)

Menschen in Pflegeberufen und Erzieherinnen sowie Erzieher haben sich im Jahr 2020 im Vergleich zu anderen Berufsgruppen am häufigsten aufgrund des Covid-19-Virus krankschreiben lassen. Dies geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse hervor, in dem die Krankschreibungen der bei der Krankenkasse Versicherten untersucht wurden. Demnach waren diejenigen Beschäftigten, die einer Bürotätigkeit nachgehen, am seltensten an Corona erkrankt.

“Wir sehen in unseren Daten, dass vor allem Menschen in sozialen Berufen mit engem Kontakt zu anderen Menschen mit der Diagnose Covid-19 krankgeschrieben werden”, sagt Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse. “Am wenigsten betroffen sind Berufstätige in den klassischen Bürojobs, wie zum Beispiel in der IT oder im Controlling, sowie Beschäftigte an Hochschulen.”

Mobile Pfleger und Kita-Beschäftigte fünfmal so häufig an Corona erkrankt

1242 je 100.000Erwerbstätige der Berufsgruppe “Haus- und Familienpflege” – wie beispielsweise mobile Pfleger – fielen aufgrund einer Covid-Erkrankung im Jahr 2020 von der Arbeit aus. Bei den Beschäftigten in der Altenpflege waren es 1205 pro 100.000 Erwerbstätige und bei den Angestellten in Kitas 1127 je 100.000 Erzieherinnen und Erzieher. Überproportional häufig erkrankten auch Ergo- und Physiotherapeutinnen und -therapeuten sowie ärztliches Personal an Corona. Zum Vergleich: Bei den Beschäftigten in der Softwareentwicklung waren es 245 pro 100.000 Erwerbstätige und im Controlling 248 je 100.000 Beschäftigte. Frauen erkrankten generell häufiger am Covid-Virus und konnten dadurch ihrer Arbeit nicht nachgehen, als Männer.

Psychische Erkrankungen waren der häufigste Grund, warum Arbeitnehmende 2020 auf der Arbeit fehlten. (Foto: Techniker Krankenkasse)
Psychische Erkrankungen waren der häufigste Grund, warum Arbeitnehmende 2020 auf der Arbeit fehlten. (Foto: Techniker Krankenkasse)

Wegen Corona fehlten allerdings weitaus weniger Beschäftigte bei der Arbeit als aufgrund von anderen Krankheiten. Von rund 5,3 Millionen Krankschreibungen hatten 0,5 Prozent ihren Ursprung im Covid-19-Virus. Die meisten Fehlzeiten gab es im vergangenen Jahr wegen psychischer Erkrankungen (19,8 Prozent), Muskel-Skelett-Beschwerden (17,9 Prozent) und Krankheiten des Atmungssystems wie Erkältungen (15,3 Prozent). 

 

Ist Redakteurin der Personalwirtschaft. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte sind die Themen Diversity, Gleichberechtigung und Work-Life-Balance.