Zukunftsperspektiven motivieren. Das ist ein einfacher Grundsatz, der auf viele Bereiche des Lebens zutrifft. Beispielsweise im Sport, wenn Menschen auf einen bestimmten Wettbewerb hintrainieren, oder beim Heimwerken, wenn man endlich die Abende auf der eigens gebauten Terrasse verbringen möchte. Vielversprechende Perspektiven und Ziele steigern den Antrieb immens.
In der Arbeitswelt ist diese Grundidee ebenfalls fest verankert. Vor allem durch Beförderungen und neue, herausfordernde Projekte verschafft man den Arbeitnehmer:innen Perspektiven für ihre Zukunft im Unternehmen. Die Bindung zum Arbeitgeber ist momentan ein entscheidender Faktor am Arbeitsmarkt. Das zeigt unter anderem der Trendence HR-Monitor 2023, wonach mehr als zwei Drittel der Professionals zumindest latent auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber sind.
Führungskräfte: Weiterbildung wird wichtiger
Eine weitere Maßnahme zur Mitarbeiterbindung und -motivation rückt deshalb nun wieder stärker in den Fokus: die strategische Weiterbildung. Laut der aktuellen Studie von „121Watt” ist mehr als ein Drittel der befragten Manager:innen der Meinung, dass der Faktor Weiterbildung im Vergleich zum Vorjahr wichtiger geworden ist.
Die gezielte Fortbildung der eigenen Fachkräfte ist ein sinnvolles Instrument, um die Bindung zum Betrieb zu stärken. Denn: Die Angestellten merken, dass das Unternehmen in ihre Zukunft investiert, ihnen Wertschätzung entgegenbringt und Aufstiegschancen ermöglicht.
Gründe genug, um sich die verschiedenen Möglichkeiten im Bereich Weiterbildung einmal genauer anzuschauen und auch alternative Lernformate, abseits von klassischen Workshops und Kursen, zu beleuchten.
Digitales Micro Learning
Wer hat im stressigen und von Deadlines geprägten Arbeitsalltag eigentlich noch die Zeit, stunden- oder sogar tagelang an Weiterbildungskursen teilzunehmen? Auch aus Arbeitgebersicht binden solche Maßnahmen viele Ressourcen. Micro Learning ist eine vielversprechende Alternative. Darunter versteht man das Lernen in „Häppchen”, also kurzen, digitalen Lerneinheiten. Diese lassen sich orts- und zeitunabhängig in die tägliche Arbeit integrieren – und sorgen für viele niedrigschwellige Lernerfolge bei den Mitarbeitenden. Größere Themenkomplexe können so über einen längeren Zeitraum aufgeteilt werden. Micro Learning kann beispielsweise in Form von Quizzen, Podcasts, Infografiken, kurzen Texten oder Videos absolviert werden.
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Coaching
Coachings sind speziell für Führungskräfte in der Arbeitswelt etabliert – doch warum sollten nicht auch andere Mitarbeitende gezielt durch (Business-)Coachings gefördert werden? Vor allem dann, wenn die Idee eines Coachings im gemeinsamen Dialog entsteht und wächst. Denn werden Coachings top-down und ohne große Absprachen „angeordnet”, sind Misstrauen und Unsicherheiten wahrscheinlicher. Der große Vorteil von Coachings: Sie sind individueller als klassische Fortbildungskurse und dadurch meist effektiver. Nachteil: Es ist mit höheren Kosten als bei Workshops zu rechnen.
Mentoring
Kostengünstiger können Mentoring-Programme ausfallen. Hier erfolgt das Coaching zumeist durch routinierte Kolleg:innen, nicht durch externe Anbieter. Die Mentor:innen sollen ihre Erfahrung in regelmäßigen Austauschterminen an die jeweiligen Personen weitergeben. Mentorings richten sich in der Regel an Berufseinsteiger:innen, Trainees oder andere Nachwuchskräfte. Sie erhalten persönliche Unterstützung bei Problemen und Fragen, um ihre berufliche Weiterentwicklung zu fördern. Wichtig ist jedoch, das Konzept des Mentorings von vornherein an konkreten Zielen auszurichten. Zudem qualifiziert die fachliche Expertise allein noch nicht für den Job als Mentor:in – soziale Kompetenzen sind ebenso wichtig für die Wissensvermittlung.
Profile der Mitarbeiter:innen schärfen – und Bindung stärken
Die Möglichkeiten im Bereich Weiterbildung sind vielfältig und gehen weit über das herkömmliche Workshop- und Kursformat hinaus. Aufgrund der hohen Wechselbereitschaft und des herrschenden Arbeitskräftemangels empfiehlt es sich, verschiedene Instrumente zu testen. Denn Unternehmen investieren dadurch in die Zukunft ihrer Mitarbeitenden und gleichzeitig in deren Bindung zum Arbeitgeber. Fachkräfte bringen Ihnen Anerkennung entgegen, wenn Sie aktiv und im gemeinsamen Dialog Weiterentwicklung – und damit Zukunftsperspektiven – ermöglichen.
