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Ab 1. Juli: Mindestlohn steigt auf 9,60 Euro

Anhebung des Mindestlohns von 9,50 auf 9,60 EUR
Der allgemeine gesetzliche Mindestlohn steigt zum 01.07.2021 um 10 Cent pro Stunde. Foto: © Fokussiert-stock.adobe.com

Ab 1. Juli gilt ein höherer gesetzlicher Mindestlohn: Er steigt um 10 Cent pro Stunde auf 9,60 Euro. Weitere Erhöhungsschritte sind bereits geplant: Zum 1. Januar 2022 soll der Mindestlohn auf 9,82 Euro und im Juli kommenden Jahres auf 10,45 Euro steigen. Das hat die Mindestlohnkommission, die alle zwei Jahre für die Festsetzung des Mindestlohns zuständig ist, im vergangenen Jahr festgelegt.

Arbeitsminister strebt 12 Euro an

Arbeitsminister Hubertus Heil hat vorgeschlagen, ab 2022 ein zusätzliches Kriterium bei der Mindestlohnfestlegung einzuführen. Diese orientiert sich bislang in erster Linie an der Entwicklung der Tariflöhne. Nach dem Willen des Arbeitsministers soll sich die Mindestlohnkommission bei der Festlegung des Mindestlohns künftig stärker am Durchschnittseinkommen orientieren. Damit will Heil erreichen, dass der Mindestlohn schneller als bisher steigt – sein Ziel sind 12 Euro pro Stunde.

Für wen gilt der allgemeine gesetzliche Mindestlohn und für wen nicht?

Der allgemeine gesetzliche Mindestlohn gilt grundsätzlich für alle Arbeitnehmer ab 18 Jahren – allerdings nicht für Auszubildende (auch wenn sie volljährig sind) und auch nicht für Personen in einem Pflichtpraktikum oder in einem freiwilligen Praktikum, das nicht länger als drei Monate dauert. Langzeitarbeitslose haben innerhalb der ersten sechs Monate in einer neuen Beschäftigung ebenfalls keinen Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn.

Zu beachten ist außerdem, dass es in einigen Branchen tarifliche Lohnuntergrenzen gibt, die über Mindestlohnniveau liegen. Für Auszubildende muss eine Mindestvergütung gemäß Paragraf 17 Berufsbildungsgesetz gezahlt werden.

ist freier Journalist aus Biberach/Baden und schreibt regelmäßig News und Artikel aus dem Bereich Arbeitsrecht.