Zum 1. Januar 2025 ist die Deutsche Bank in der Bankenbranche als erstes Unternehmen mit der praktischen Umsetzung des sogenannten Sozialpartnermodells vorangegangen – einer neuen Form der bAV, die auf einer reinen Beitragszusage basiert. Grundlage ist der zwischen den Tarifpartnern der Banken zum 1. Dezember 2023 geschlossene „Tarifvertrag Altersvorsorge“. Anders als bei klassischen Modellen in der bAV steht dabei nicht die Höhe der späteren Rente im Vordergrund, sondern die Festlegung der Beiträge – und damit die Chance auf höhere Renditen durch kapitalmarktorientierte Anlagen.
„Mit dem Sozialpartnermodell erschließen wir erstmals auch jenen Mitarbeitenden eine arbeitgeberfinanzierte Altersvorsorge, die daran bislang noch nicht partizipieren konnten“, sagt Sabine Payne, Head of HR Benefits Deutschland bei der Deutschen Bank. „Das Modell bietet eine moderne Vorsorgelösung mit attraktiven Renditechancen und stärkt damit nicht nur die soziale Verantwortung, sondern auch unsere Position als attraktiver Arbeitgeber.“
Basis des Modells ist ein zwischen den Tarifpartnern der Bankenbranche geschlossener Tarifvertrag. Er regelt unter anderem die Verteilung der Beiträge: Mitarbeitende beteiligen sich mit einem Prozent ihres Bruttogehalts, die Deutsche Bank erhöht ihren Arbeitgeberanteil über vier Jahre hinweg stufenweise – zusätzlich fließen auch eingesparte Sozialversicherungsbeiträge aus der Entgeltumwandlung ins Versorgungssystem. Mitarbeitende können zudem zwischen einer sicherheitsorientierten und einer chancenorientierten Anlagestrategie wählen. Letztere enthält einen kollektiven Sicherungspuffer, der durch zusätzliche Arbeitgeberbeiträge finanziert wird. Dieser Puffer soll Schwankungen der laufenden Versorgungsleistungen minimieren.
Zur Umsetzung setzt die Bankenbranche auf den bewährten Partner BVV Pensionsfonds des Bankgewerbes AG. Auch bei der Umsetzung ging die Deutsche Bank neue Wege: Ein digitales Informationskonzept mit gut verständlicher und adressatengerechter Kommunikation sowie die Anwendung des Opting-out-Verfahrens und eine automatisierte Abwicklung sorgen für eine hohe Beteiligung. Mit Erfolg, denn rund 80 Prozent entschieden sich für eine Teilnahme. Ab 2026 soll eine weitere Tochtergesellschaft in das Modell einbezogen werden. Dank der standardisierten Prozesse lässt sich das System zügig und effizient ausrollen – ein Vorteil in Zeiten wachsender Anforderungen an Arbeitgeberattraktivität und Vorsorgebewusstsein. Die Deutsche Bank zeigt damit, wie moderne Altersvorsorge in einem komplexen, tariflich geprägten Umfeld flexibel und innovativ gestaltet werden kann.
