Die Unternehmen in Deutschland wollen wieder mehr Personal einstellen. Das zeigt das monatliche Beschäftigungsbarometer des Ifo-Instituts, das im November von 97,8 auf 99,6 Punkte gestiegen ist. Das heißt, der Anteil der Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe, im Dienstleistungssektor, im Handel und im Bauhauptgewerbe, der eine Aufstockung des Personalbestandes plant, ist fast exakt so hoch wie im Jahr 2015.
Die Stimmung am Arbeitsmarkt war im Spätsommer zum ersten Mal seit anderthalb Jahren wieder unter die 100 Punkte gefallen – aber beileibe nicht so tief wie zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020. Im April jenes Jahres hatte das Beschäftigungsbarometer unter 87 Punkten gelegen, bevor es in den folgenden zwei Jahren wieder stieg und ab Mitte 2021 konstant über 100 lag.
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Zwei der untersuchten Wirtschaftssektoren stechen dabei heraus. Im Dienstleistungssektor ist die Nachfrage nach neuen Mitarbeitenden nach wie vor besonders hoch. Laut einer Mitteilung des Instituts liegt das unter anderem an der Gastronomie-Branche, die nach wie vor Personal sucht. Im Handel hingegen stehen – in Zeiten von mindestens zehn Prozent Inflation wenig überraschend – die Vorzeichen umgekehrt, hier rechnen die Unternehmen – und damit auch die Forschenden – eher mit Entlassungen denn mit Neueinstellungen.
Matthias Schmidt-Stein koordiniert die Onlineaktivitäten der Personalwirtschaft und leitet gemeinsam mit Catrin Behlau die HR-Redaktionen bei F.A.Z. Business Media. Thematisch beschäftigt er sich insbesondere mit den Themen Recruiting und Employer Branding.

