Employer Branding: Wie Dienstleister vor Betriebsblindheit schützen

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Arbeitgeber, die ihre Employer-Branding-Strategie intern entwickeln laufen Gefahr, in alten Denkmustern und Gewohnheiten festzustecken. Um frischen Wind in die eigene Identität als Arbeitgeber zu bringen, bietet sich die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern an. Sie bringen Denkanstöße in die Strategie, da sie andere Blickwinkel einbringen sowie neue Ideen und Impulse liefern können. Zudem verfügen sie über Erfahrungen aus anderen Unternehmen und Branchen, die in die Arbeit einfließen können. Davon profitiert wiederum der aktuelle Kunde.

Ein weiterer Vorteil von externen Dienstleistern ist ihre Unabhängigkeit. Sie bieten einen unvoreingenommenen Blick auf das Unternehmen und die Prozesse, da eine emotionale Bindung an Abläufe oder Hierarchien zunächst nicht existiert. Dadurch können sie objektiver arbeiten und auch kritische Aspekte ansprechen, die sonst intern möglicherweise nicht thematisiert würden.

Marktkenntnis und spezialisiertes Know-how

Employer Branding ist ein komplexes Thema, das viele unterschiedliche Bereiche tangiert. Von der Positionierungsstrategie über die Kommunikation bis hin zu Personalbeschaffung und Mitarbeiterbindung gibt es viele Aspekte, die berücksichtigt werden müssen. Externe Dienstleister verfügen bestenfalls über spezialisiertes Know-how genau in diesen Bereichen.

Sie können bei der Entwicklung der Employer Value Proposition (EVP) oder von Werten genauso unterstützend tätig sein wie bei der Gestaltung von Karriereseite oder Stellenanzeigen. Auch bei der Erstellung von Employer-Branding-Kampagnen oder dem Aufbau eines Social-Media-Profils können externe Dienstleister wertvolle Unterstützung bieten. Durch ihre Erfahrung und ihr Fachwissen sind sie in der Lage, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen und Arbeitgeber erfolgreich zu positionieren.

Das können wir doch auch selbst, oder?

Es ist kein Geheimnis, dass der Einsatz externer Dienstleister im Employer Branding Geld kostet. Viele Unternehmen fragen sich daher, ob es nicht günstiger wäre, alles selbst zu machen. Und natürlich ist das theoretisch möglich. Doch Arbeitgeber sollten bedenken, dass ihnen unter Umständen wichtiges Know-how und Branchenkenntnisse fehlen. Nicht nur verbessert sich dadurch oft die Qualität des Ergebnisses. Es ist nicht selten auch schneller erreicht.

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Selbstverständlich müssen Kosten und Nutzen bei der Wahl externer Dienstleister ein gesundes Verhältnis bilden. Diesen Vergleich anzustellen und dafür Angebote einzuholen, lohnt sich erfahrungsgemäß jedoch in vielen Fällen.

Fazit: Externe Dienstleister sind oft flexibel und effizient

Employer Branding nimmt viel Zeit und Ressourcen in Anspruch. Der Einsatz externer Dienstleister erhöht – gute Briefings und Vorarbeit vorausgesetzt – Flexibilität und Effizienz. Externe können schnell auf Veränderungen im Markt reagieren. Außerdem verfügen sie im besten Fall über ein breites Netzwerk an Kontakten und über weitreichende Kenntnisse zum Markt und Wettbewerbern. Ihre Unabhängigkeit ermöglicht objektive Einschätzungen sowie eine bessere Analyse der Situation und Ableitung wirklich sinnvoller Maßnahmen.

Eine erfolgreiche Arbeitgebermarke erfordert viel Erfahrung, Ressourcen und Know-how. Grundsätzlich können Arbeitgeber ihr Employer Branding auch eigenständig aufsetzen und verbessern. Dennoch sind externe Dienstleister wichtige Partner und nahezu unverzichtbar. Das Thema ist zudem für Arbeitgeber in diesen komplexen, krisengeprägten und schnelllebigen Zeiten zu bedeutsam geworden, als dass sie es sich leisten könnten, wichtige Aspekte zu übersehen.

Es gibt also viele gute Gründe gibt, warum Arbeitgeber externe Dienstleister im Bereich Employer Branding zumindest nicht ausschließen sollten.

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Marcus Merheim ist Gründer und Geschäftsführer von hooman Employer Marketing. In seiner Kolumne „Employer Branding für KMU“ erklärt er, wie Mittelständler mit limitierten Ressourcen eine erfolgreiche Arbeitgeberidentität schaffen können.