Was man nicht messen kann, lässt sich auch nicht in gewünschte Bahnen lenken. Inspiriert durch dieses Zitat vom Wiener Vordenker für Management und Führung Peter Drucker wollen immer mehr Personaler ihre Wertbeiträge nachvollziehbar in Kennzahlen kleiden. Vorneweg das Recruiting: Wie schnell besetzen wir Vakanzen? Wie zufrieden sind unsere Kandidatinnen und Kandidaten? Nicht zuletzt: Was kostet eine unbesetzte Stelle?
Sich intensiv Daten zu widmen, statt dem Bauchgefühl zu vertrauen, sorgt laut Recruiting-Influencerin Ute Neher für dringend nötige Transparenz. Diese wiederum fördere „wertvolle Erkenntnisse“ zur Leistungsverbesserung zutage und helfe schlicht, schneller zu werden. „Zeit“, so Neher bei einer Diskussion auf LinkedIn, sei doch die „Währung, die im Recruiting für alle Beteiligten zählt“. Doch bei genauem Hinsehen wachsen Zweifel am jäh ausgebrochenen Daten-Hype. Zwar tauchen immer mehr attraktiv und leistungsfähig anmutende KPI-Cockpits auf, die dem gutgläubigen Laien signalisieren: Hier bleibt der Fachkräftemangel begrenzt. Die Überprüfung, ob man beim Ausflug in die höhere Mathematik auch auf belastbare Datenquellen zugreift, scheint jedoch in den Bauplänen der Dashboards bisweilen nicht angelegt zu sein.
„Auf Augenhöhe Mit Hiring Managern zu reden, fällt vielen Recruitern schwer.“
Dr. Ruth Böck, Geschäftsführerin, Unternehmensberatung für Personal- und Organisationsmanagement (upo)
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