„Der Mittagsschlaf soll in der Verwaltung als Teil der Arbeitszeit etabliert werden“, forderte der Leipziger Stadtrat Thomas Kumbernuß im vergangenen Jahr und stellte einen entsprechenden Antrag bei der Leipziger Stadtverwaltung. Da Kumbernuß Mitglied der Partei „Die Partei“ ist, empfanden andere Stadträte dies als Satire. Für mediales Aufsehen sorgte er trotzdem. Denn der Antrag eröffnet eine Diskussion mit zwei verhärteten Fronten. Die einen meinen: Für eine hohe Produktivität muss man sein Wohlbefinden schon mal hinten anstellen. Die anderen sagen: Langfristiger Erfolg kann nur durch Entspannungsphasen etabliert werden.
Die unterschiedlichen Sichtweisen offenbarten sich in Leipzig folgendermaßen: Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning gehört wohl der Gruppe von Menschen an, die eine Nickerchen-Kultur als Faulenzer-Dasein abtun. „Der Antrag ist in ehrabschneidender Weise darauf ausgelegt, das Ansehen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Leipzig zu beschädigen“, sagte er und ging direkt in die Verteidigung seiner Beschäftigten. Sie hätten sehr wohl einen großen Leistungswillen sowie ein ausgeprägtes Engagement auf der Arbeit.
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