Fehler 1: Keyword-Stuffing
Was bei klassischem SEO in den 2000er Jahren funktionierte, schadet bei GEO. KI-Systeme erkennen übermäßige Keyword-Wiederholungen und werten den Content ab. Besser: Natürlich und präzise schreiben.
Fehler 2: Veraltete Informationen
Wenn Benefits aus 2022 noch auf der Seite stehen, stuft die KI die Vertrauenswürdigkeit der Quelle herab. Aktualisieren Sie Ihre Karriereseite mindestens quartalsweise. Sonst riskieren Sie, dass KI-Systeme veraltete oder falsche Informationen über Sie verbreiten.
Fehler 3: Fehlende Struktur
Textwüsten ohne Überschriften sind für KI schwer auszuwerten. Gliedern Sie klar mit H2, H3 und Listen. KI-Systeme orientieren sich stark an der HTML-Struktur.
Fehler 4: Ausgelagerte Bewerbungsportale
Wenn Stellenangebote nur auf der Karriereseite, nicht aber auf der Hauptseite des Unternehmens zu finden sind, fehlt KI-Systemen der Kontext. Viele Karriereseiten sind durch ihre Einbettung in komplexe Bewerbermanagementsysteme technisch schwer zugänglich.
Fehler 5: Vage Aussagen
„Wir bieten attraktive Gehälter“ hilft niemandem. Besser: „Einstiegsgehalt ab 55.000 Euro, leistungsabhängige Boni bis 15 Prozent“. Je präziser und konkreter, desto zitierfähiger für KI.
Fehler 6: Fehlende mobile Optimierung
Viele KI-Anfragen kommen von mobilen Geräten. Langsame, nicht responsive Seiten werden von KI-Systemen schlechter bewertet. Die Ladezeit sollte unter zwei Sekunden liegen.
Fehler 7: SEO gegen GEO ausspielen
Beide Disziplinen ergänzen sich. Wer GEO macht, aber SEO vernachlässigt, verliert organischen Traffic. GEO ist kein Ersatz für SEO, sondern eine Ergänzung. Die erfolgreichsten Unternehmen betreiben beides parallel.
Der Kern aller Fehler
KI-Systeme bevorzugen präzise, strukturierte, aktuelle Informationen. Wer vage bleibt, wird nicht zitiert. Wer konkret wird, hat gute Chancen auf Sichtbarkeit. Das gilt nicht nur für GEO, sondern auch für die menschlichen Besucher der Karriereseite. Konkrete Informationen schaffen Vertrauen – bei Bewerbern wie bei KI-Systemen.
Sven Frost betreut das Thema HR-Tech, zu dem unter anderem die Bereiche Digitalisierung, HR-Software, Zeit und Zutritt, SAP und Outsourcing gehören. Zudem schreibt er über Recruiting und Employer Branding. Er verantwortet weiterhin die redaktionelle Planung verschiedener Sonderpublikationen der Personalwirtschaft.

