HCM-Softwareanbieter Perbility: Sophie Genty wird CEO
Perbility hat Sophie Genty mit Wirkung zum 1. März 2026 zur Chief Executive Officer ernannt. Genty folgt auf Unternehmensgründer Andreas Meck, der sich nach mehr als 15 Jahren aus dem operativen Geschäft zurückzieht und künftig als Vorsitzender des Aufsichtsrats tätig ist. Gegründet wurde Perbility im Jahr 2009. Die neue CEO verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung im Aufbau digitaler Produktorganisationen. Zuletzt war sie CEO des HR-Softwareanbieters Compleet. Frühere Stationen umfassen Führungsrollen bei F24, Xempus sowie der BMW Group. Perbility mit Sitz in Bamberg betreibt die modulare HCM-Plattform Helix und zählt nach eigenen Angaben mehr als 1.500 Kundenorganisationen, darunter zahlreiche Sparkassen sowie Institutionen der öffentlichen Verwaltung. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben rund 200 Mitarbeitende.
Heidrick & Struggles: zwei neue Atreus-Chefs
Die Personalberatung Heidrick & Struggles hat Dr. Christian Frank und Mike Schwanke zu Geschäftsführern von Atreus ernannt, dem deutschen Interim-Management-Bereich des Unternehmens. Beide übernahmen die Funktion mit Bekanntgabe der Änderung am 19. Februar 2026. Die Unternehmensgründer Dr. Harald Linné und Rainer Nagel bleiben bis Ende 2026 Teil der Geschäftsführung, um einen geordneten Führungsübergang sicherzustellen.
Frank ist langjähriger Partner und Mitglied des Executive Boards von Atreus und bringt mehr als 30 Jahre Managementerfahrung in Restrukturierung, Change Management und Vertrieb mit. Er leitete zuletzt die Solution Group Maschinen- und Anlagenbau. Schwanke verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Digitalisierung von Marketing und Vertrieb sowie in Transformationsprojekten und leitete zuvor die Solution Group Konsumgüter und Handel. Heidrick & Struggles hatte Atreus im Jahr 2023 übernommen.
Dr. Theofanis Tacou wird Partner bei Baker Tilly

Die internationale Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Baker Tilly hat Dr. Theofanis Tacou zum 1. März 2026 als Partner im Hamburger Büro berufen. Tacou ist Fachanwalt für Arbeitsrecht und wechselt von Advant Beiten, wo er ebenfalls Partner war. Seine Beratungsschwerpunkte liegen im Arbeits- und Vergütungsrecht, in der arbeitsrechtlichen Begleitung von Restrukturierungen sowie in der maritimen Wirtschaft. Er ist zudem als Rechtsanwalt in Deutschland und Griechenland zugelassen. Tacou bringt einen weiteren Rechtsanwalt mit. Die Praxisgruppe Arbeitsrecht von Baker Tilly umfasst nun insgesamt zwölf Anwältinnen und Anwälte an den Standorten Frankfurt, München, Stuttgart und Hamburg. Geleitet wird sie von der Frankfurter Partnerin Kerstin Weckert, die seit dem vergangenen Juli auch Co-Lead der Employment Law-Praxisgruppe von Baker Tilly International ist.
Dr. Michael Matthiessen wird Counsel bei Heuking
Die Wirtschaftskanzlei Heuking verstärkte ihr Berliner Arbeitsrechtsteam zum 1. April 2026 mit Dr. Michael Matthiessen als Counsel. Der 50-jährige Fachanwalt für Arbeitsrecht wechselt von Advant Beiten, wo er als Salary Partner tätig war. Matthiessen berät und vertritt Arbeitgeber in individual- und kollektivrechtlichen Auseinandersetzungen. Sein Schwerpunkt liegt auf Unternehmen des Gesundheitswesens sowie auf diakonischen Einrichtungen im Mitarbeitervertretungs- und Kirchenarbeitsrecht. Mit seinem Einstieg umfasst die Praxisgruppe Arbeitsrecht von Heuking nun 61 Berufsträgerinnen und Berufsträger.
Cliff Sidhu wird Managing Director DACH bei Sthree

Die globale Personalberatung Sthree hat Cliff Sidhu zum Managing Director DACH ernannt. Er folgt auf Christophe Zwaenepoel und übernimmt damit die Verantwortung für die strategische Weiterentwicklung des Geschäfts in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sidhu ist seit 1997 für Sthree tätig und blickt auf fast 30 Jahre Unternehmenszugehörigkeit zurück. Er begann seine Karriere als Sales Consultant und übernahm seither Führungsfunktionen in Großbritannien und Deutschland. Seit seinem Umzug nach Deutschland im Jahr 2012 war er maßgeblich am Ausbau des DACH-Geschäfts beteiligt und fungierte zuletzt als Senior Director DACH. In seiner neuen Rolle verantwortet er alle Sthree-Marken in der Region, darunter Computer Futures, Progressive, Huxley und Madison Black. Die Beratung ist auf MINT-Berufe spezialisiert.
SD Worx SAP Solutions: van Galen wird Geschäftsführer

SD Worx hat Ruud van Galen mit Wirkung zum 1. April 2026 als Managing Director SD Worx SAP Solutions ernannt. Van Galen bringt mehr als 20 Jahre internationale Erfahrung in den Bereichen HR, Cloud-Dienste und Lohn- und Gehaltsabrechnung mit. Er war zehn Jahre lang in verschiedenen Führungspositionen bei SAP Success Factors tätig und hatte zuvor Rollen bei Infosys BPM und NGA Human Resources inne. SD Worx zählt nach eigenen Angaben zu den drei führenden Anbietern SAP-basierter HR- und Payroll-Lösungen in Europa und sieht insbesondere in Frankreich, Deutschland und den nordischen Ländern weiteres Wachstumspotenzial. Van Galen berichtet an Gille Sebrechts, Executive Vice President bei SD Worx.
HR-Suite-Hersteller Humera: Markus Schindler wird CTO
Die Humera-Gruppe aus München hat Markus Schindler zum Chief Technology Officer ernannt. Bekannt ist das Unternehmen im HR-Umfeld unter anderem für die Produkte Perbit. Schindler war zuvor als Chief Software Architect bei Humera tätig und verantwortet nun die technische Umsetzung der Produktstrategie sowie Forschung und Entwicklung. Er gilt als Entwickler der Low-Code-Basis WFX, die eine technische Grundlage der Humera HR Suite bildet. Vor seinem Einstieg bei Humera war Schindler CTO und Mitglied der Geschäftsführung bei der Step Ahead Gruppe sowie Gründer und CEO der WFX Software. Frühere Stationen umfassen Positionen bei Matrix 42 und der BMW Group. Die Humera-Gruppe beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 250 Mitarbeitende an sieben Standorten und erwirtschaftet einen Umsatz von rund 30 Millionen Euro.
Neben den Personalwechseln gibt es auch andere Veränderungen bei diesem HR-Dienstleister:
Insolvenz: Zeitarbeitsfirma SFS Personalservice hat keinen Investor gefunden

Der Erfurter Personaldienstleister SFS Personalservice musste im Januar dieses Jahres einen Insolvenzantrag stellen. Das zuständige Gericht hat Christoph Rothämel von der Kanzlei Schultze & Braun zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Rothämel hat eine Investorensuche eingeleitet mit dem Ziel, das 2005 gegründete Unternehmen zu veräußern und möglichst viele der rund 120 Arbeitsplätze zu erhalten. Die Gehälter liefen über das Insolvenzgeld bis einschließlich März weiter. Die Ansprache potenzieller Übernehmer und die Verhandlungen mit den Interessenten wurden von Daniel W. Flade und Alexander Riwosch von der eXnet-Gruppe geplant und umgesetzt.
Die zuletzt verbliebenen etwa 20 Mitarbeitende wurden über die Entwicklung informiert. Ihnen musste angesichts der Betriebseinstellung Ende März gekündigt werden. „Ich hätte diesen Schritt gerne vermieden“, sagt Insolvenzverwalter Rothämel. „Trotzdem möchte ich gerne allen Mitarbeitern meinen Dank für die herausfordernden letzten Monate aussprechen. Mir ist bewusst, dass die Situation schwierig und die Enttäuschung groß ist.“
Ausgelöst wurde die Insolvenz durch einen kurzfristigen Auftragsverlust bei einem Hauptkunden im Bereich der Sicherheits- und Bewachungsdienstleistungen, die neben der Zeitarbeit zum Geschäft von SFS gehörten. Die dadurch entstandene Liquiditätslücke ließ sich nicht rechtzeitig schließen.
Tonia Schöler ist Volontärin bei der Personalwirtschaft.

