Was bedeutet für dich persönlich der Titel „Fachmedium des Jahres“ – und wofür steht die Personalwirtschaft in deinen Augen? Was sind aus deiner Sicht die Zutaten für ausgezeichneten HR-Journalismus?
Die Auszeichnung ist für mich ein Beleg dafür, dass gut gemachte Fachmagazine nicht nur nach wie vor ihre Daseinsberichtigung haben, sondern echten Mehrwert für die Leserschaft bieten. Bei der Personalwirtschaft sind wir seit vielen Jahren mit Herzblut, Neugier und Expertise dabei, Themen aus allen möglichen Bereichen und Blickwinkeln zu beleuchten – auf ganz unterschiedlichen Kanälen. Eine der wichtigsten Zutaten dabei ist neben journalistischem Handwerkszeug und fachlichen Know-how die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Gesprächspartnerinnen und -partnern. Und die Fähigkeit, zuzuhören und sich zu vernetzen – nicht nur in Interviews. Denn unser Magazin kann immer nur so gut sein wie der ‚Draht‘ zur Praxis in den Unternehmen und Organisationen sowie den dort arbeitenden Menschen, mit denen wir gern und oft sprechen.

Welche Begegnung, welches HR-Projekt oder welches Interview hat dich nachhaltig beeindruckt?
Eine einzelne Situation zu nennen, würde zu kurz greifen. Was mich aber im Redaktionsalltag schon immer gereizt hat, ist die Arbeitswelt mit ihren ganz unterschiedlichen Facetten zu entdecken, ein Stück zu verstehen, Menschen zu begegnen und Dingen auf den Grund gehen. Wenn es dann auch noch gelingt, Themen – vor allem wenn sie komplexer oder etwas sperriger sind – so aufzubereiten, dass jemand sagt „Es hat sich gelohnt, das zu lesen“, ist das schon viel…
Was machst du, wenn der Redaktionsschluss durch ist?
Oft bekomme ich dann erst einmal kurz Besuch vom ‚inneren Schlussredakteur‘, der fragt: „Passt wirklich alles? Haben wir was übersehen?“ Den lächele ich dann höflich und bestimmt an, da ich weiß, dass wir in einem tollen Team arbeiten und alle ihr Bestes geben. Danach gibt es Kaffee…
