Personalwirtschaft: Herr Laber, Studien zur Cybersecurity zeigen immer wieder, dass die größte Sicherheitslücke meist nicht die Technik im Unternehmen ist, sondern der Mensch, der sie bedient. Deckt sich das mit Ihrer Erfahrung?
Christian Laber: Zuerst ist mir persönlich wichtig zu sagen: Wir meinen damit nicht, dass der Mensch der Dumme ist. Es werden perfide psychologische Trigger als Angriffsmuster benutzt. Und ja: Am Ende ist der Mensch das Einfallstor für Cyberkriminalität. Das Interessante – und ein Stück weit Schockierende – ist, dass der Mensch relativ wenig darüber weiß. Das Thema Awareness spielt bei Cybersecurity-Schulungen zwar eine zunehmend größere Rolle, ist aber noch nicht so sehr im DACH-Bereich angekommen.
Woran liegt das?
Betriebliche Bildung hat in anderen Kulturräumen, zum Beispiel im englischsprachigen Raum, ein anderes Standing. Den Unternehmen ist klar: Nur gut geschulte Mitarbeitende können mir wirklich einen Benefit bringen. Bei den größeren Unternehmen im DACH-Raum ist das auch schon der Fall. Doch gerade im Mittelstand wird bei der Weiterbildung eher gespart, weil es ein nicht so greifbarer Bereich ist. Das Kernproblem betrifft allerdings nicht nur die Cybersecurity, sondern betriebliche Bildung generell: Das Verhalten der Belegschaft muss nachhaltig geändert werden.
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