Hugo Boss wechselt Personalchef aus

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Das Modeunternehmen Hugo Boss (Eigenschreibweise HUGO BOSS) bekommt einen neuen Personalchef: Dietmar Knoess wird am 16. Februar die Position des Senior Vice President Global Human Resources übernehmen. Damit kehrt der 58-Jährige in das Unternehmen zurück, in dem er bereits in den Jahren 2006 bis 2010 als Global Director Human Resources & Facility Management arbeitete. Danach war Knoess 15 Jahre für den Sportartikelhersteller Puma tätig und hatte zuletzt bis Oktober 2025 als Vice President People & Organization die Verantwortung für HR inne. Die Modeindustrie ist ihm also bestens bekannt.

Knoess folgt auf Jochen Eckhold, der bislang den HR-Bereich in der Hugo-Boss-Zentrale verantwortete. Der 56-Jährige war im Jahr 2019 vom Kaffeeröster Tchibo zum Metzinger Modehaus gekommen. Er prägte laut Unternehmensangaben unter anderem die Einführung flexibler Arbeitszeitmodelle bei Hugo Boss mit.

Personalwechsel nach Debatte um Präsenzpflicht

Dem Personalwechsel vorausgegangen war laut Manager Magazin eine Meinungsverschiedenheit des Personalchefs mit Vorstandschef Daniel Grieder. Dabei soll es um die Präsenzpflicht in der schwäbischen Konzernzentrale gegangen sein. Demnach erwägte Grieder, die Belegschaft wieder mehr ins Büro zu holen, und zwar an vier Tagen pro Woche. Zurzeit müssen die Mitarbeitenden drei Tage pro Woche im Büro arbeiten. Personalchef Jochen Eckhold habe diese Regelung laut Medienbericht nicht mittragen wollen, unter anderem aus Angst, dass einige Leistungsträgerinnen und -träger abspringen könnten. Rückendeckung habe Eckhold von einigen Führungskräfte des Modehauses bekommen. Grieder habe daraufhin seine Pläne zur Änderung der Homeoffice-Tage vorerst verworfen.

Im Zuge der Diskussionen sollen beide Seiten beschlossen haben, sich zu trennen. Das Unternehmen selbst erklärte gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass es für das Ausscheiden Eckholds nicht nur einen einzigen Grund gebe und es nicht ungewöhnlich sei, wenn es nach so langer Zeit einen Wechsel auf der Position gebe.

Hugo Boss muss Personalkosten senken

Der Konflikt in dem Modekonzern fällt in eine kritische Zeit: Das Unternehmen rechnet in diesem Jahr mit einem deutlichen Rückgang seiner Umsätze, nachdem es seit 2021 – dem Jahr, in dem Grieder seinen Vorstandsposten angetreten hatte – ein rasantes Wachstum verzeichnet hatte. Aufgrund der verhaltenen Aussichten hatte Hugo Boss im Dezember 2025 angekündigt, sich neu ausrichten und seine Effizienz erhöhen zu wollen. Man wolle auch die Personalkosten senken, bislang laut offiziellem Bekunden aber ohne betriebsbedingte Kündigungen, wie das Manager Magazin schreibt.

Kirstin Gründel beschäftigt sich mit den Themen Compensation & Benefits, Vergütung und betriebliche Altersvorsorge. Zudem kümmert sie sich als Redakteurin um das Magazin "Comp & Ben". Sie ist redaktionelle Ansprechpartnerin für das Praxisforum Total Rewards.