Personalwirtschaft: Herr Kempf, Sie wurden Ende Juni von den Mitgliedern des Bundesverbands der Personalmanager*innen (BPM) zum neuen Präsidenten gewählt. Was braucht es Ihrer Meinung nach, um gute Personalarbeit zu machen?
Matthias Kempf: Generell gilt: Um gute HR-Arbeit zu machen, ist es wichtig, ein ehrliches Interesse am Menschen zu haben und auf eine respektvolle und zugewandte Art mit ihnen umzugehen. Durch eine gute Beziehungsarbeit lassen sich HR-Themen deutlich besser lösen. Fair miteinander umzugehen, heißt aber auch, ehrlich auf Erwartungen zu reagieren, nicht gern gehörte Einschätzungen zu geben und konsequent zu sein. Auch wenn das manchmal heißt, dass sich die Wege trennen.
Die Rahmenbedingungen der Personalarbeit haben sich in den vergangenen Jahren stark geändert. Fachkräftemangel, Digitalisierung, KI und Dauertransformation in einer aktuellen Wirtschaftskrise beeinflussen die Arbeitswelt. Wie wirkt sich das auch auf die Anforderungen an gute HR-Arbeit aus?
Personalerinnen und Personaler müssen eine Balance zwischen operativem Geschäft und der zukunftsgerichteten strategischen Weiterentwicklung finden. Wir müssen immer mehr Gesetzesauflagen beachten – etwa bezüglich ESG, unter deren Kriterien es operative Prozesse sicher abzuwickeln gilt. Gleichzeitig müssen wir mit den schnellen Transformationen der Arbeitswelt und dem Arbeitsmarkt mithalten und diesen am besten sogar einen Schritt voraus sein. Das kann verständlicherweise viele in HR überfordern. Und das ist ja noch nicht alles.
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