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Gesund arbeiten im Homeoffice

Tisch mit Laptop und Schälchen mit Obst, Gemüse und kleiner Mahlzeit
Zu BGM im Homeoffice gehört auch gesunde Ernährung, für die man sich jedoch Extrazeiten reservieren sollte. Foto: © Atstock Productions-stock.adobe.com

Vor allem jüngere Mitarbeiter möchten von ihrem Arbeitgeber mehr unterstützt werden, was einen produktiven und gesunden Arbeitsalltag in den eigenen vier Wänden betrifft. Fast jeder Dritte im Alter von 18 bis 34 Jahren wünscht sich Schulungen zu Zeitmanagement und Arbeitsplanung. Mehr als jeder Vierte hätte gern Unterstützung seitens des Unternehmens zu gesunder Sitzhaltung und Bewegung im Homeoffice. Außerdem wünscht sich altersübergreifend etwa ein Viertel der Angestellten eine klare technische Abgrenzung von Arbeit und Freizeit. Bei den Jüngeren ist dieses Bedürfnis mit knapp 30 Prozent etwas stärker ausgeprägt. Das sind Ergebnisse der Studie “Gesundes Homeoffice”, die die > MHplus Krankenkasse und die > SDK Süddeutsche Krankenversicherung durchgeführt haben. An der Umfrage nahmen gut 1500 Arbeitnehmer teil.

Über eine digitale Zeitschranke verfügt laut Studie nicht ganz jeder fünfte Arbeitnehmer. Laut Oliver Schwab, Leiter Firmenvertrieb bei der Süddeutschen Krankenversicherung (SDK), liegt dies vermutlich auch daran, dass ein zeitlich fest vorgegebener Feierabend unter Umständen dem Wunsch nach möglichst flexiblen Arbeitszeiten gegenübersteht. Grundsätzlich gälten aber für Mitarbeiter die in den Unternehmen definierten Zeitbewertungsrahmen auch für das mobile Arbeiten.

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) darf den Blick nicht länger nur nach innen richten. Denn damit Arbeitnehmer auch in den eigenen vier Wänden langfristig gut und vor allem gesund arbeiten, sollten sie bestmöglich unterstützt werden,

so Schwab mit Blick auf die Befragungsergebnisse.

Als Einstieg in ein Homeoffice-BGM hat die MHplus eine Checkliste erstellt, die sowohl bei Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern die Sensibilität für das Thema schärfen soll.

Checkliste für BGM am häuslichen Arbeitsplatz

– Wo befindet sich der Arbeitsplatz? (Tipp: klare Abgrenzung des Arbeitsplatzes, um Störungen und
   Ablenkungen zu vermeiden, zum Beispiel durch eine aufstellbare Trennwand),

– Wie ist der Arbeitsplatz ausgestattet? (Tipp: Optimalerweise Schreibtisch und Schreibtischstuhl, alle
   nötigen Hilfsmittel, Tageslicht),

– Wie ist der Arbeitstag strukturiert? (Tipp: Feste Arbeits- und Pausenzeiten einhalten),

– Wie läuft die Kommunikation mit Kollegen und Vorgesetzten? (Tipp: Feste Termine zum Austausch
   vereinbaren, An- und Abmeldung bei Kollegen als Routine verankern),

– Wie sehen die Pausen aus? (Tipp: Auch im Homeoffice mal ein paar Minuten rausgehen, bewegte
   Pausen einbauen, statt Arbeitsweg einen Spaziergang am Morgen oder Sport direkt nach dem
   Feierabend),

– Wie sieht die Mittagspause aus? (Tipp: Feste Zeiten einplanen, Mahlzeiten planen und gegebenenfalls
   vorkochen),

– Ist die Ernährung insgesamt ausgewogen? (Tipp: Möglichkeiten der Zubereitung frischer    
  Nahrungsmittel nutzen, ausreichend Wasser trinken, feste Essenszeiten),

– Sind Arbeit und Freizeit klar voneinander abgegrenzt? (Tipp: Laptop/PC nach Feierabend abschalten,
  statt “nebenbei” noch laufen zu lassen).

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.