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Die Roboter kommen – und bedrohen Millionen Jobs

Die Volkswirtschaftler der niederländischen Direktbank ING-Diba prognostizieren gravierende Veränderungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Künftig würden Roboter die Menschen verstärkt als Arbeitskraft ersetzen oder sich einen Arbeitsplatz mit ihm teilen. Chef-Volkswirt Carsten Brzeski zufolge erfordere dies ein hohes Maß an Flexibilität und Anpassungsfähigkeit von den Arbeitnehmern.

Bürojobs am stärksten bedroht

Die Berufsfelder sind laut Analyse unterschiedlich stark von dieser Entwicklung betroffen. Im Bereich der Büro- und Sekretariatskräfte seien 1,9 Millionen Arbeitsplätze gefährdet, bei den Hilfskräften für Post- und Zustelldienste sowie der Lagerwirtschaft weitere 1,5 Millionen. Hier könnte vor allem der Einsatz von Drohnen, wie er bereits erprobt wird, zu Buche schlagen. Auch 1,2 Millionen Verkäufer, 1,1 Millionen Hilfskräfte in der Reinigung und rund 661.000 Gastronomieservicekräfte drohen, der Rationalisierung zum Opfer zu fallen.

Führungskräfte haben wenig zu befürchten

Gute Aussichten bestehen dagegen weiterhin für Führungskräfte sowie Akademiker in wissenschaftlichen und kreativen Berufen – sie haben der Studie zufolge das geringste Risiko, durch Maschinen ersetzt zu werden. Auch Jobs, die eine Spezialisierung oder Expertenwissen erfordern, sind vergleichsweise sicher.

Automatisierung schafft neue Arbeitsplätze

Der Blick auf die bedrohten Arbeitsplätze allein greife jedoch zu kurz, ist Brzeski überzeugt: “Bei jedem technologischen Fortschritt gibt es Gewinner und Verlierer.” Durch die zunehmende Automatisierung entstünden wieder neue, andere Arbeitsplätze. Der Übergang habe zudem zwar schon begonnen, vollziehe sich aber schleichend. Noch bleibe der deutschen Wirtschaft Zeit, die Herausforderung anzugehen. (ds)

Die ING-Diba-Studie “Die Roboter kommen” kann hier kostenfrei als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Quelle: www.personalpraxis24.de