Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Abonnieren

Fehlende Anerkennung macht am unzufriedensten

Fehlende Anerkennung auf der einen, Unzufriedenheit mit dem Engagement auf der anderen Seite sind die größten Frustfaktoren im Arbeitsleben.
Foto: © zphoto83/Fotolia.de
Fehlende Anerkennung auf der einen, Unzufriedenheit mit dem Engagement auf der anderen Seite sind die größten Frustfaktoren im Arbeitsleben.
Foto: © zphoto83/Fotolia.de

Der Mehrheit der deutschen Angestellten ist es am wichtigsten, dass sie sich in ihrem Arbeitsumfeld wertgeschätzt fühlen. Zwei Drittel von ihnen sind Lob und Aufmerksamkeit vom Chef mehr wert als gute Verdienstmöglichkeiten, die erst an zweiter Stelle folgen: 57 Prozent sind unzufrieden mit ihrem Einkommen. An dritter Stelle steht das Klima am Arbeitsplatz. Eine angespannte Arbeitsatmosphäre ist für viele Mitarbeiter der ausschlaggebende Grund, über einen Jobwechsel nachzudenken: 56 Prozent der zurzeit intensiv Suchenden sind frustriert von der schlechten Stimmung unter Kollegen.

Unzufriedenheit unterscheidet sich je nach Branche

Eine Betrachtung der Stimmung nach Branchen ergibt, dass sich die Frusttoleranz der Mitarbeiter je nach Sektor unterscheidet. Unter den Beschäftigten in der Gesundheitsbranche ist der Wunsch nach Anerkennung noch größer als in anderen Bereichen, über drei Viertel wünschen sich mehr Wertschätzung. Im Dienstleistungssektor dagegen beklagen sich 61 Prozent über ihr Gehalt, mehr als der Durchschnitt. Unter den Mitarbeitern im Handel beschweren sich rund 42 Prozent über unflexible Arbeitszeiten und auch die Urlaubssperre sorgt bei fast jedem Sechsten für Unmut.

Jeder Vierte findet seinen Chef entscheidungsunfähig

Ein weiterer Aspekt, der zu Unmut führt, sind Intrigen zwischen Kollegen, an denen sich insgesamt 27 Prozent stören. Jeder fünfte Arbeitnehmer beklagt sich zudem über unfreundliche Kollegen und jeder vierte Mitarbeiter bemängelt, dass ihr Vorgesetzter keine Entscheidungen trifft.

Über- und Unterforderung belasten gleichermaßen

Die Befragungsergebnisse zeigen außerdem, dass sich jeder dritte Mitarbeiter im Job überfordert fühlt. Doch fast ebenso viele klagen über Unterforderung am Arbeitsplatz. Knapp ein Drittel empfindet Überstunden als nervigsten Aspekt ihrer Arbeit und 26 Prozent bemängeln, sich aufgrund unflexibler Arbeitszeiten nicht so einbringen zu können, wie sie wollen.

Vorgesetzte bemängeln vor allem Passivität

Aus Sicht der Vorgesetzten sind vor allem Passivität und fehlende Eigeninitiative der Mitarbeiter ein Grund für Unzufriedenheit; fast drei Viertel (72 Prozent) gaben an, dass sie dieses Verhalten stört. Mehr als jedem zweiten Chef missfällt es, wenn Mitarbeiter unzuverlässig sind. Ein Drittel stört sich an schlechter Arbeitsmoral der Beschäftigten. Beim Thema Arbeitsklima sehen nicht nur die befragten Mitarbeiter, sondern auch die Personalverantwortlichen Verbesserungsbedarf: Für knapp die Hälfte von ihnen sind unfreundliche Mitarbeiter der größte Frustfaktor, für ein Viertel sind es Streitigkeiten unter den Arbeitnehmern.

Die Ergebnisse stammen aus einer Befragung von > meinestadt.de.
An der Umfrage nahmen 1.112 Nutzer des Portals teil.