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Geschlechterunterschiede bei Arbeitsplatzwünschen und -realität

Durchaus kein übliches Bild: Frauen haben weniger die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten als Männer. 
Foto: © gpointstudio/Fotolia.de
Durchaus kein übliches Bild: Frauen haben weniger die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten als Männer.
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Die Erwartungen von Frauen und Männern an einen attraktiven Arbeitgeber unterscheiden sich zum Teil deutlich. So stuft knapp ein Drittel (30 Prozent) der Männer Karrierechancen und Entwicklungsmöglichkeiten als attraktive Merkmale ein, während dies bei den Frauen weniger als ein Viertel (22 Prozent) angeben. Dagegen steht die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei Frauen immer noch höher im Kurs: Für 40 Prozent der weiblichen Arbeitnehmer ist sie ein Anforderungsmerkmal an Unternehmen gegenüber 34 Prozent bei den männlichen Berufstätigen.

Frauen schätzen Flexibilität, Männer eher die Führungskultur

Zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehören auch flexible Arbeitszeiten. Geht es um die Definition eines guten Betriebsklimas, schließen 43 Prozent der Frauen flexible Arbeitszeitmodelle mit ein. Bei den Männern sind es lediglich 33 Prozent. Sie legen dafür mehr Wert auf den Führungsaspekt: Für knapp ein Viertel (24 Prozent) der männlichen Arbeitnehmer ist die Führungskultur ein wichtiges Merkmal eines guten Betriebsklimas. Unter weiblichen Arbeitnehmern ist dies nur bei 14 Prozent der Fall. Die betriebliche Altersvorsorge wird hingegen wieder von mehr Frauen (22 Prozent) als Männern (14 Prozent) geschätzt. Das geht aus einer Studie zur Attraktivität deutscher Arbeitgeber hervor, die das Meinungsforschungsinstitut Innofact im Auftrag der > Targobank durchgeführt hat. Dafür wurden im Januar dieses Jahres 1054 Arbeitnehmer sowie Auszubildende und Studierende bevölkerungs- und bundesrepräsentativ befragt.

Mobiles Arbeiten wird vor allem Männern ermöglicht

Bei der Befragung ging es neben den Erwartungen an einen attraktiven Arbeitgeber auch um die Arbeitsrealität, speziell um das Homeoffice und mobiles Arbeiten. Hier zeigte sich, dass Homeoffice und mobiles Arbeiten für weniger Frauen zur Realität gehören als für Männer. Die technische Ausstattung, die erforderlich ist, um von zu Hause aus oder auf Dienstreisen arbeiten zu können, gehört bei der Mehrheit der Befragten – bei Frauen und Männern – allerdings noch nicht zum Arbeitsalltag. So gab mehr als die Hälfte (59 Prozent) der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an, keine zusätzliche Ausstattung vom Unternehmen zu erhalten. Die Frauen sind jedoch deutlich schlechter gestellt: Fast drei Viertel (71 Prozent) verfügen weder über Laptop und Diensthandy noch über einen Firmenwagen. Die Betrachtung der einzelnen Aspekte zeigt, dass gut ein Drittel (35 Prozent) der männlichen Arbeitnehmer einen Firmenlaptop gestellt bekommt, aber nur ein Fünftel (20 Prozent) der Frauen. Ein Diensthandy nutzen sogar nicht einmal halb so viele Arbeitnehmerinnen (16 Prozent) wie Arbeitnehmer (39 Prozent).

Künftig möchten mehr Berufstätige im Homeoffice arbeiten

Allein die Tatsache, dass 41 Prozent aller Befragten eine zusätzliche Ausstattung wie Laptop oder Handy vom Arbeitgeber erhalten, bedeutet nicht, dass sie sie auch nutzen (können). So arbeitet nur eine Minderheit von sechs Prozent dieser Arbeitnehmer im Homeoffice – und davon ist die Mehrheit (63 Prozent) männlich. Fast ein Viertel der weiblichen Berufstätigen (23 Prozent) und 21 Prozent der männlichen Arbeitnehmer gaben jedoch an, zukünftig gerne von zu Hause aus arbeiten zu wollen.

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