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Immer noch jeder dritte Beschäftigte befürchtet Corona-Infektion 

Rund ein Drittel der Beschäftigten in Deutschland hat  Sorge, sich bei der Arbeit oder auf dem Weg dorthin mit dem Corona-Virus zu infizieren. Das ist das Ergebnis einer kontinuierlichen Online-Befragung des Portals Lohnspiegel.de, das vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung betrieben wird. Die Umfrage ist nach WSI-Angaben zwar nicht-repräsentativ, erlaube aber aufgrund der hohen Fallzahlen – fast 100.000 Datensätze umfasst der Bestand – detaillierte Einblicke in die Situation der Beschäftigten. 

Den Zahlen zufolge stagniert die Sorge der Beschäftigten vor einer Infektion dabei auf relativ hohem Niveau. Während im Januar 2022 32 Prozent der Befragten der Aussage „Ich mache mir Sorgen, dass ich mich bei meiner Arbeit oder auf dem Weg zur Arbeit mit dem Coronavirus infizieren könnte“ zustimmten, waren es im Februar fast genauso viele. Einen Tiefstand hatte die Zahl der besorgten Mitarbeitenden im Oktober 2021, kurz vor Beginn der vierten Corona-Welle, erreicht. Damals gaben nur 21 Prozent der Befragten an, sie befürchten eine Infektion mit dem Corona-Virus auf der Arbeit.

Ausmaß der Furcht hängt von Branche ab

Wenig überraschend unterscheidet sich – wie in der Vergangenheit – das Ausmaß der Sorge je nach Branche. Im Bereich Soziales, Bildung und Erziehung, wo der persönliche Kontakt mit anderen Menschen meist nicht zu vermeiden ist, liegt der Anteil der Besorgten mit 67 Prozent mehr als doppelt so hoch wie im Gesamtschnitt. Auch Beschäftigte in Verkaufsberufen und in der Gesundheits- und Pflegebranche drücken besonders häufig Furcht aus. 

„Ein gewisser Basisschutz am Arbeitsplatz bleibe deshalb auch nach den bevorstehen Lockerungsschritten notwendig“, schreibt das WSI in seiner Pressemitteilung. Dem dürfte auch Arbeitsminister Hubertus Heil zustimmen, dessen Ministerium an einer entsprechenden Neufassung der Corona-Arbeitsschutzverordnung arbeitet

Ist Chef vom Dienst der Personalwirtschaft Online und kümmert sich unter anderem um die Themenplanung der Webseite. Texte schreibt er vor allem über Themen aus den Bereichen Arbeitsrecht, Digitalisierung und dem Mittelstand.

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