Personalwirtschaft: Frau Dietrich, Frau Schneider, Sie sind Psychotherapeutinnen und beraten als LinkedIn-Top-Voices Unternehmen hinsichtlich mentaler Gesundheit. Warum wurde das Thema innerhalb der Arbeitswelt 2023 so stark diskutiert?
Nora Dietrich: Wir kamen von der Corona-Pandemie, die uns alle psychisch belastet und gezeigt hat: Mentale Gesundheit ist ein Thema, das uns alle angeht. Gleichzeitig wird das Thema in der Gesellschaft immer mehr entstigmatisiert. Das sieht man auch an der gestiegenen Nachfrage nach Therapien. Dazu kommt die neue Stellung, die der Arbeitgeber heute für uns hat. Es geht für Arbeitnehmende nicht mehr nur darum, Geld für geleistete Arbeit zu bekommen. Sie suchen nach Sinn, Selbstaktualisierung (also das Streben des Menschen, seine Entwicklungsmöglichkeiten zu erhalten, zu entfalten und zu verwirklichen, sowie Unabhängigkeit und Selbstbestimmung zu erlangen, Anm. d. Red.), Community und Impact – alles Dinge, die indirekt mit Zufriedenheit und mentaler Gesundheit zu tun haben.
Gleichzeitig sind die Krankheitstage aufgrund von mentalen Problemen im vergangenen Jahr drastisch gestiegen.
Dietrich: Ja, die Menschen sind erschöpfter, kommunizieren häufiger ihre Belastung und deshalb haben wir haben höhere Krankenstände. Das alles verursacht Kosten bei Unternehmen.
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