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Berufsstart am besten mit Praxiserfahrung

Die Uni allein macht nicht fit für den Job, deshalb sammeln viele Studierende erst Praxiserfahrungen.
Foto: © goodluz/Fotolia.de
Die Uni allein macht nicht fit für den Job, deshalb sammeln viele Studierende erst Praxiserfahrungen.
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Nur eine Minderheit von 16 Prozent der deutschen Studierenden sieht die Hochschule als beste Vorbereitung für das spätere Berufsleben an. 90 Prozent bereiten sich deshalb neben dem Studium auf ihren späteren Job vor, indem sie praktische Erfahrungen sammeln oder zusätzliche Qualifikationen erwerben. Das zeigt der aktuelle Unicensus kompakt des Personaldienstleisters > Univativ. Im Oktober dieses Jahres wurden dafür 1.039 Studenten und Studentinnen zum Thema Weiterbildung und Berufsvorbereitung befragt.

Vorbereitet mit Praxissemestern, Praktika und Nebenjobs

Für mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) sind Praxissemester und Praktika die beste Art, berufsrelevante Fähigkeiten zu erwerben und für das Arbeitsleben gerüstet zu sein. Weitere 23 Prozent fühlen sich durch Nebenjobs gut für den Berufseinstieg vorbereitet. Für fünf Prozent sind fachspezifische Schulungen die beste Vorbereitung auf die Arbeitswelt.

Die Mehrheit ist mit der Theorie an der Uni zufrieden

Was die Wissensvermittlung an der Universität an sich betrifft, fühlt sich die überwiegende Mehrheit (60 Prozent) der Studierenden gut oder sehr gut auf die zukünftig relevanten Themen ihres Fachbereichs vorbereitet. Fast jeder Dritte (32 Prozent) findet jedoch, dass diese Themen vernachlässigt werden und acht Prozent sind sogar der Meinung, dass aktuelle Erkenntnisse und Technologien gar keine Rolle in ihrem Studium spielen.

Praktische Erfahrung spielt auch bei Zukunftsthemen eine Rolle

Auch um fachlich auf dem neuesten Stand zu sein, setzen viele Studierende auf Praxiserfahrung. Am wichtigsten sind für die Befragten Praktika (51 Prozent) und Nebenjobs mit Studienfachbezug (42 Prozent). Aber auch theoretisches Zusatzwissen ist gefragt: Jeder Fünfte nimmt Hochschulangebote wahr, die nicht Teil des Studiengangs sind. 18 Prozent eignen sich relevantes Wissen im Selbststudium an. Lernangebote privater Bildungsträger spielen eine untergeordnete Rolle. Lediglich zehn Prozent der Studierenden nutzen keine Zusatzqualifizierung.

Weiterbildung soll den eigenen Marktwert erhöhen

Mehr als jeder zweite Studierende (56 Prozent) hat bereits einmal oder Weiterbildungsangebote genutzt. Hauptmotivation ist dabei, die eigenen Beschäftigungschancen zu verbessern. 30 Prozent wollen sich durch Zusatzqualifikationen von anderen Bewerbern abheben, während sich 17 Prozent gezielt auf Anforderungsprofile potenzieller Arbeitgeber vorbereiten. 22 Prozent bilden sich aus persönlichem Interesse an einem Thema weiter. Allerdings sind nur 45 Prozent der Studierenden bereit, für Zusatzqualifikationen zu bezahlen.

Wir beobachten, dass sich Studenten bereits bei Nebenjobs mit Anforderungen konfrontiert sehen, die sie nicht allein durch Studienwissen erfüllen können,

sagt Olaf Kempin, Gründer und Co-Geschäftsführer von Univativ. Arbeitgeber setzten auch bei Berufseinsteigern oft Fremdsprachenkenntnisse, Soft Skills und eine gewisse Praxiserfahrung voraus, so dass Weiterbildungsmaßnahmen für die angehenden Absolventen eine große Chance seien, um sich von Mitbewerbern abzuheben.

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