Personalwirtschaft: Herr Assenmacher, wie würden Sie den aktuellen Stand der beruflichen Ausbildung in Deutschland im Hinblick auf das Thema Künstliche Intelligenz beschreiben?
Michael Assenmacher: Die berufliche Ausbildung in Deutschland ist gut aufgestellt. Zwar nutzen laut der aktuellen DIHK‑Digitalisierungsumfrage noch nicht alle Unternehmen KI, aber das ist nach meiner Einschätzung nur eine Frage der Zeit.
Woran machen Sie es fest, dass die berufliche Ausbildung in Deutschland gut bezüglich KI aufgestellt ist – schließlich taucht KI ja noch nicht mal in den Ausbildungsordnungen auf.
Künstliche Intelligenz ist weit mehr als generative KI. Dazu gehören auch Methoden wie Machine Learning und Deep Learning (ein Teilbereich des maschinellen Lernens, bei dem neuronale Netze eingesetzt werden, Anm. der Red.) Diese Aspekte gehen in der öffentlichen Debatte oft unter. Solche Kompetenzen sind jedoch längst in Ausbildungsordnungen verankert, etwa in den modernisierten IT‑Berufen von 2020. In der beruflichen Bildung arbeiten wir bewusst nicht mit Schlagworten wie „KI“, sondern definieren konkrete Qualifikationen, die für die Praxis relevant sind und sich flexibel in die Ausbildungsberufe integrieren lassen. Damit verhindern wir, dass Anforderungen bei einer so dynamischen und disruptiven Technologie wie KI vorschnell veralten.
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