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Betriebe bieten 2021 wohl weniger Ausbildungsplätze an

Hotels sind von der Corona-Krise besonders betroffen.
Hotels sind von der Corona-Krise besonders betroffen – und dürften entsprechend weniger Ausbildungsplätze anbieten. (Foto: Africa Studio – stock.adobe.com

Im Herbst 2021 wird es voraussichtlich deutlich weniger Ausbildungsplätze geben als im vergangenen Jahr. Das ist das Ergebnis einer Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Demnach plant rund ein Zehntel der ausbildungsberechtigten Betriebe in Deutschland weniger Ausbildungsplätze oder überhaupt keine anzubieten. Zu dieser Maßnahme hätten sich vor allem Betriebe entschieden, die stark von der Covid-19-Pandemie betroffen sind, wie etwa das Gastgewerbe, heißt es in der Studie. Auch sehen Kleinstbetriebe eher eine Einschränkung des Ausbildungsangebots vor als Großbetriebe.

Fast immer der Grund für das Zurückfahren der Ausbildungen: die unsicheren Geschäftserwartungen. Am zweithäufigstes als Argument für eine Reduzierung der Azubi-Einstellungen nannten die Studienteilnehmer finanzielle Gründe. Auch mangelnde räumliche und personelle Kapazitäten spielen für die Befragten eine Rolle. Zudem sei es durch die Corona-Umstände schwierig, passende Auszubildende zu rekrutieren – schließlich finden keine Ausbildungsmessen in persona und nur wenige Praktika statt. Dies führt dazu, dass viele befragte Personaler davon ausgehen, erst gar keine geeigneten Bewerber zu finden.

Dies Entscheidung zur Kürzung des Ausbildungsangebots könnte zukünftig laut IAB-Direktor und Co-Autor der Studie, Bernd Fitzenberger, den Fachkräftemangel verstärken. “Mittel- bis langfristig können die Rückgänge am Ausbildungsmarkt dazu führen, dass den Betrieben Fachkräfte fehlen”, sagt Fitzenberger. Er verweist zudem auf das Bundesprogramm “Ausbildungsplätze sichern”, das stark von der Krise betroffene Betriebe mit Prämien unterstützt.