Personalwirtschaft: Herr Urban, was ist Fachkräften wichtig, damit sie im Unternehmen bleiben, was hören Sie aus den Reihen Ihrer Mitglieder?
Hans-Jürgen Urban: Geschätzt und erwartet werden sichere Arbeitsplätze mit guter Arbeit. Das heißt: Beschäftigte wollen ihre fachliche Expertise einbringen und wollen sich mit ihren Produkten und Dienstleistungen geschätzt wissen. Zugleich wünschen sie sich fachlich interessante Arbeit mit fairen Entgelten und einem Mindestmaß an Selbstbestimmung. Erwartungen an eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie und entsprechende Arbeitszeiten kommen hinzu.
Und woran mangelt es oft, wenn Mitarbeitende das Unternehmen verlassen?
An fairen Löhnen und akzeptablen Arbeitsanforderungen. In vielen Unternehmen sind die Anforderungen an die Beschäftigten – wie etwa die Menge an Arbeit – maßlos. Die Grenzen der Belastbarkeit werden vielfach überschritten. Burnout droht zur Volkskrankheit des 21. Jahrhunderts zu werden. Ohne einen entschiedenen Kurswechsel hin zu gesundheitsförderlichen Arbeitsbedingungen wird sich das nicht ändern. Nicht minder wichtig ist die Anerkennung der geleisteten Arbeit. Gerade vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels sind die Unternehmen gut beraten, mit einer Kultur der Wertschätzung die Beschäftigten an sich zu binden. Hier sehe ich deutlichen Nachholbedarf.
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