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Fachkräftemangel auch in der Kommunikationsbranche angekommen

Dass Talente händeringend in der IT, Pflege und Erziehung gesucht werden, ist nichts Neues. Die Kommunikationsbranche dahingegen wurde bisher weniger mit dem Fachkräftemangel in Verbindung gebracht. Dabei ist es auch dort für Personalerinnen und Personaler immer schwieriger, Mitarbeitenden zu finden. Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Civey im Auftrag vom DMEXCO, dem Veranstalter einer Fachmesse für Marketing und Werbung, aus dem März 2022 hervor. Demnach berichten knapp die Hälfte der 500 Befragten, die in den Feldern Kommunikation, PR, Medien und Marketing tätig sind, von offenen Stellen im eigenen Unternehmen.

Demnach gibt es nicht nur viele zu besetzende Positionen. Es dauert auch lange, bis jemand für die Stellen gefunden wurde. 29 Prozent der Umfrage-Teilnehmenden gaben an, dass die Time-to-Fill in ihrem Unternehmen durchschnittlich drei bis sechs Monate beträgt. Bei 22 Prozent liegt die Dauer für eine Neubesetzung bei bis zu zwei Monaten. In sechs Prozent der Fälle konnten Stellen regelmäßig nicht besetzt werden.

Festhalten an Klassikern

Von bekannten Recruiting-Wegen scheint HR in der Kommunikationsbranche dennoch nicht abzuweichen, um benötigte Talente zu gewinnen. 36 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Unternehmen Anzeigen auf Online-Jobportalen schaltet. Anzeigen über Social-Media-Werbung nutzen 22 Prozent der Arbeitgeber, um neue Mitarbeitende zu finden, 17 Prozent lassen sich von externen Headhuntern unterstützen. Weniger Unternehmen in der Kommunikationsbranche setzen auf eine Zusammenarbeit mit Universitäten (13 Prozent), die Präsenz auf Jobmessen (13 Prozent), Vermittlungsprämien für Mitarbeitende (11 Prozent) und auf eine direkte Ansprache von potenziellen Kandidatinnen und Kandidaten über Linkedin oder Xing (9 Prozent).

Inhaltlich versuchen die Arbeitgeber in der Kommunikationsbranche Talente vor allem mit Zusatzleistungen zu locken. Allerdings sind auch diese Benefits recht klassisch. 39 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Unternehmen neuen Mitarbeitenden eine betriebliche Altersvorsorge anbietet. Zudem gibt es bei 31 Prozent der Befragten die Möglichkeit, im Home oder Mobile Office zu arbeiten. Von Weiterbildungsbudgets berichten 25 Prozent, von einer Zuzahlung für das Ticket im öffentlichen Personennahverkehr 22 Prozent. Ein Firmenrad oder -auto wird den Mitarbeitenden bei 17 Prozent zur Verfügung gestellt. 15 Prozent der Befragten sagen, dass es bei ihnen eine kostenlose Verpflegung oder Essenszuschüsse gibt.

Ist Redakteurin der Personalwirtschaft. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte sind die Themen Diversity, Gleichberechtigung und Work-Life-Balance.

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