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Personalgespräche: Frauen sind zu leise

Kandidatinnen verhalten sich Headhuntern gegenüber oft zu defensiv.
Foto: © Piotr Marcinski/Fotolia.de
Kandidatinnen verhalten sich Headhuntern gegenüber oft zu defensiv.
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, wie eine aktuelle Untersuchung zeigt.

Weibliche Top-Kräfte treten Headhuntern gegenüber in Personalgesprächen deutlich gehemmter und defensiver auf als ihre männlichen Kollegen. 77 Prozent der Headhunter sagen, dass sich Männer ihres Marktwertes bewusster sind als Frauen. Entsprechend haben 68 Prozent der Personalberater die Erfahrung gemacht, dass Männer in Jobgesprächen entsprechend selbstbewusster auftreten. Mehr als zwei Drittel sagen, dass Frauen eher von sich aus ihre Schwächen ansprechen als Männer. Immerhin genauso viele berichten, dass Kandidatinnen auch von selbst auf ihre Stärken eingehen. Das geht aus dem aktuellen Talentory-Kompass hervor. An der Befragung nahmen hundert Personalberater mit deutschen und internationalen Kunden teil.

Männer selbstbewusster, doch Frauen fachlich kompetenter

Obwohl sich Kandidatinnen in Jobfragen zurückhaltender und bescheidener verhalten, hinterlassen sie in den überwiegenden Fällen im Gespräch einen fachlich kompetenteren Eindruck. Das jedenfalls bestätigen sieben von zehn Personalberatern.

Hoch qualifizierte Kandidatinnen sind in vielen Fällen fachlich deutlich besser aufgestellt als viele Männer. Trotzdem gelingt es ihnen offenbar noch nicht, dieses Knowhow auch in ein selbstbewusstes Auftreten zu übertragen,

erläutert Ronald de Louwere, Geschäftsführer bei Talentory in Zürich, die Befragungsergebnisse.

Top-Managerinnen skeptischer einem Jobwechsel gegenüber

62 Prozent der befragten Personalberater sagen, dass Frauen und Männer gleich schwer von einem Jobwechsel zu überzeugen sind. Ein Drittel hat jedoch die Erfahrung gemacht, dass ein Wechsel des Arbeitgebers bei Frauen oft weniger Anklang findet als bei Männern. Außerdem geben 60 Prozent der Headhunter an, dass Frauen ganz eigene Argumente wichtig sind, bevor sie eine berufliche Veränderung in Betracht ziehen. Überzeugt werden können sie vor allem mit flexiblen Arbeitszeiten (38 Prozent) und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf (46 Prozent), womit laut Studie alte Klischees bestätigt werden.

Weitere Informationen unter:
https://www.talentory.com/de/