Die Zahlen sind eindeutig: 44 Prozent der Beschäftigten haben bereits über einen Quereinstieg nachgedacht, 26 Prozent haben ihn laut aktuellem Xing-Arbeitsmarktreport vollzogen. Bei den 25- bis 34-Jährigen liegt die Quote sogar bei 31 Prozent. Noch deutlicher wird es bei der Wechselbereitschaft: Laut dem jüngsten Jobwechsel-Kompass der Königsteiner Gruppe können sich sieben von zehn wechselwilligen Beschäftigten einen Quereinstieg vorstellen. Die Zahl der Stellenanzeigen für Quereinsteiger hat sich in den vergangenen fünf Jahren vervierfacht.
Was auf Arbeitnehmerseite längst Realität ist, setzt sich auch im Recruiting durch. 64 Prozent der Unternehmen planen 2026, aktiv Menschen aus anderen Berufsfeldern einzustellen. 77 Prozent wollen ihre Auswahlkriterien anpassen und Kompetenzen stärker gewichten, so eine aktuelle Stepstone-Analyse. Der Abschied vom perfekten Lebenslauf ist keine Utopie mehr, sondern Notwendigkeit. Thomas Kindler, Managing Director von Xing, bringt die Situation auf den Punkt: „Unternehmen haben begriffen, dass das Warten auf die ideale Besetzung eine Verliererstrategie ist. Es geht nicht mehr darum, wo jemand etwas gelernt hat, sondern ob er es anwenden kann.“
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