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So profitieren Sie von Data Driven Recruiting

HR-Werkstatt zu Data Driven Recruiting

Frage an die HR-Werkstatt: “Wie bringen uns Daten im Recruiting mit Talenten zusammen?”

Es antwortet: Svenja Rausch, Head of Marketing DACH bei JobTeaser.

Top-Talente erst am Ende ihrer Hochschullaufbahn ansprechen – diese Strategie erweist sich oftmals als erfolglos. Wahrscheinlich haben Sie – wie ein Großteil der HR- und Recruiting-Experten – bereits erkannt, dass es sich lohnt, Hochschulnachwuchs bereits im Studium anzusprechen und auf Ihr Unternehmen aufmerksam zu machen. Denn wer Praktikanten oder Werkstudenten für sich gewinnt und sie bereits während des Studiums in das eigene Unternehmen integriert, hat gute Chancen, dass Talente nach dem Studium fest einsteigen. Vorausgesetzt, es passt. Doch wie gelingt die Passung mit möglichst hoher Erfolgsquote? Und wie erreicht Ihr Angebot den richtigen Kandidaten? Genau hier schafft die datengetriebene Personalbeschaffung Abhilfe für Unternehmen. Sie können sie bereits im Hochschulumfeld sinnvoll einsetzen, um Talente zu entdecken.

Warum Data Driven Recruiting zum Standard wird

Dank der heutigen Möglichkeiten, große Mengen an Daten schnell zu verarbeiten und Erkenntnisse daraus abzuleiten, haben auch Recruiting-Teams gelernt, Personalentscheidungen datenbasiert zu treffen. Und dank der Auswertung von Daten mit intelligenten Tools bekommt die strategische Personalplanung auch gleich einen neuen Trendbegriff zugeschrieben: Data Driven Recruiting. Die Vorteile liegen auf der Hand: Sie werden damit in die Lage versetzt, Ihre Aufgabe, potenzielle Arbeitnehmer für geeignete Positionen zu finden, oftmals genauer, effizienter und schneller auszuüben.

Auch Kandidaten profitieren von einem Bewerbungsprozess, indem Daten über ihre Interessen, Erfahrungen und fachlichen Kenntnisse berücksichtigt werden. Nicht nur der Lebenslauf entscheidet in Zukunft über eine Zu- oder Absage, sondern die ganzheitliche Betrachtung der Interessen, Wünsche und Skills steht im Vordergrund. Durch Software-Lösungen und Matching-Tools bleibt Ihnen am Ende mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Recruiting-Prozess: Die Beurteilung der menschlichen Komponente! Starten Sie also damit, sich mit Technologien und Tools zu befassen. Die folgenden drei Tipps erleichtern Ihnen den Einstieg.

Tipp 1: Lernen Sie die Bedürfnisse der Generation Z kennen

Die Generation Z verkörpert den heranwachsenden akademischen Nachwuchs. Bevor wir uns näher mit der Rekrutierung dieser Generation beschäftigen, ist es hilfreich, ihre Bedürfnisse und Vorlieben zu kennen. Die Fach- und Führungskräfte von morgen sind mit digitalen Plattformen und mobilen Endgeräten bestens vertraut. Sie streben nach Selbstverwirklichung und möchten einen Job ausüben, der sie erfüllt, Sinn stiftet und sie glücklich macht. Junge Talente wollen relevante Informationen, die individuell auf sie zugeschnitten sind – wie in allen Lebensbereichen, so auch beim Thema Karriere und Zukunft. Nachwuchstalente verlangen nach persönlichem Kontakt über digitale und physische Plattformen.

All dies sollten Sie bei der Ansprache der Generation Z berücksichtigen. Sie können sich die Affinität der Gen Z für “Digitales” zunutze machen, indem Sie für die Analyse und die zielgerichtete Ansprache auf Data Driven Recruiting zurückgreifen und verstehen, wie Ihre potenziellen Wunschkandidaten ticken: Wo und über welche Kanäle informieren sie sich? Welche Kontaktmöglichkeiten nutzen sie? Wie interagieren die Führungskräfte von morgen? Wer diese Vorarbeit geleistet hat, sollte anschließend genau wissen, mit welchen Themen und Angeboten sich Lieblingskandidaten im Hochschulumfeld ansprechen lassen und vor allem, auf welchen Kanälen und wie das am effektivsten geschieht.

Tipp 2: Erschließen Sie sich die Möglichkeiten des Data Driven Recruitings

Vorhandene Daten mit Hilfe intelligenter selbstlernender Software-Lösungen auszuwerten, hilft, wertvolle Erkenntnisse über Bewerber zu gewinnen. Die Folge: Der gesamte Recruiting-Prozess wird um ein Vielfaches effizienter und die Qualität der Personalentscheidungen sukzessive hochwertiger. Damit einher gehen Wettbewerbsvorteile für Unternehmen, die auf Data Driven Recruiting setzen: Personaler werden durch die Auswertung von Daten bei ihren Entscheidungen durch eine objektive Auswertung aus der Perspektive einer dritten Person unterstützt und erhalten somit einen umfassenderen Blick auf die Personalsituation. Der Einsatz von Big Data im Recruiting-Prozess vereinfacht Ihnen die Auswahl der passenden Kandidaten und schafft damit Wettbewerbsvorteile für Ihr Unternehmen. Viele Spezialisten aus dem HR-Bereich sehen die Big-Data-Nutzung im Recruiting als eine willkommene Ergänzung, durch die beispielsweise Kosten eingespart und Fehlbesetzungen mit höherer Wahrscheinlichkeit vermieden werden können.

Tipp 3: Definieren Sie Ihr Ziel und nutzen Sie die richtige Technologie

Ein Ziel vor Augen ist hilfreich, um das Potenzial von datenbasierten Matching-Tools voll auszuschöpfen. Sucht man beispielsweise einen Absolventen mit einem bestimmten Profil und Skills in einem bestimmten Bereich, können Algorithmen helfen, beide Seiten zusammenzubringen. Auf Basis einer Keyword-basierten Suche – also per Anwendung der richtigen Suchbegriffe – werden dann passgenaue Studierendenprofile vorgeschlagen, die Recruiter dann mit ihrem Angebot direkt kontaktieren können. Voraussetzung dafür ist eine Datenbank mit Profilen. Diese Sourcing-Form erspart Zeit und das Durchsuchen ellenlanger Listen von Bewerberprofien. So wird ihr gesamter Bewerbungsprozess effizienter, denn die fachlichen Kompetenzen des Profils stimmen bereits mit der Stellenausschreibung überein und der Recruiter kann sich auf die Überprüfung von Soft Skills konzentrieren. Unternehmen bieten sich in diesem Kontext mitunter neue Möglichkeiten gezielt auf sich aufmerksam zu machen. Denn gerade den Angeboten an Praktika, Trainee-Programmen und Einstiegsjobs messen Studierende eine zentrale Bedeutung bei. Nutzen Sie also die Möglichkeiten, die Ihnen heute schon zur Verfügung stehen.

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