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Jeder Mensch lernt anders – so lässt sich eine erfolgreiche Lernkultur etablieren

New Work: das neue Lernfeld

Das hat Auswirkungen darauf, welche Fähigkeiten wir besitzen sollten, damit wir innerhalb der Arbeitswelt weiterhin zufrieden und erfolgreich agieren können. Der renommierte Berater und Analyst Josh Bersin ist sich sicher, dass die wichtigsten Kompetenzen nicht mehr im technischen Bereich liegen, sondern sich auf unser Verhalten beziehen: die sozialen Fähigkeiten. Diese anzugehen und den Mitarbeitenden persönliche Weiterbildung zu ermöglichen, wird einer der Schlüssel für die Zukunft sein.

Unterschiedliche Persönlichkeiten, unterschiedliche Arten zu lernen: Jeder Mitarbeitende lernt auf seine eigene Weise, einige bevorzugen ein Buch, andere ein Video und eine dritte Gruppe bevorzugt einen eher praktischen Ansatz. Daher ist es umso wichtiger, verschiedene Lernformate anzubieten. Das mündet vor allem darin, eine Lernkultur zu etablieren, die den Mitarbeitenden die Chance bietet, so zu lernen, wie sie es am besten finden. Denn wenn sie Entscheidungen selbst treffen, nutzen sie Angebote eher.

Eine gesunde Lernkultur in Unternehmen und Organisationen muss jedoch etabliert und gesteuert werden. Das geschieht nicht über Nacht. Die Coaches bei GoodHabitz haben gute Erfahrung mit der Anwendung des ITO-Modells gemacht. Dabei werden die Mitarbeitenden dazu motiviert, individuell als auch im Team oder auf Organisationsebene zu lernen. Dieses Modell basiert auf mehr als einem Jahrzehnt Erfahrung und eigens entwickelten Online-Tools.

Lernen ganz nach den jeweiligen Bedürfnissen: ganz individuell, der Lernende entscheidet (Foto: © GoodHabitz).

Auf der Individuellen-Ebene (I) konzentriert man sich auf die persönliche Entwicklung der Mitarbeitenden. Denn sie sollen wirklich etwas von den Lerninhalten mitnehmen. Deshalb sollte ihnen überlassen werden, welche Kurse sie wann und wo belegen wollen. Auf der Team-Ebene (T) spielen Führungskräfte die entscheidende Rolle, um ihre Mitarbeitenden zu motivieren. Durch gemeinsame Lern-Sitzungen und Trainingskurse können Mitarbeitende und Führungskräfte den Teamgeist stärken. Das Lernen im Team fördert zudem auch das individuelle Lernen.

Der letzte Schritt des ITO-Modells konzentriert sich auf die Organisationsebene (O). Hier geht es um die wichtigsten Werte des Unternehmens. Basierend darauf können sich alle Beteiligten persönlich weiterentwickeln. Die Mitarbeitenden lernen, welche Punkte dem Unternehmen wichtig sind und wie sie selbst dazu beitragen können. Das regt zu einer gesunden Lernkultur an.

Wie Ferring eine globale Lernkultur schafft

Ein gutes Beispiel für die Umsetzung des Modells ist das forschungsorientierte biopharmazeutische Unternehmen Ferring, das gemeinsam mit GoodHabitz eine multidisziplinäre Community aufgebaut hat und einen Kommunikationsplan mit E-Mail-Kampagnen und Empfehlungen für Lernaktionen etablierte. In diesen Kommunikationsplan sind sowohl die oberste Ebene der Organisation als auch die Teamleiter, die für die Entwicklung ihrer Teams verantwortlich sind, eingebunden. Die Teamleiter schlagen ihren Teams spezifische GoodHabitz-Lernmaßnahmen vor und integrieren auch Online-Schulungen in die individuellen Entwicklungspläne der Mitarbeitenden.  

Das Unternehmen Ferring setzt erfolgreich auf eine globale Unternehmens- und Lernkultur (Foto: © GoodHabitz)

„Unsere Entwicklungsmethodik folgt einer 10/20/70-Strategie, stark auf GoodHabitz abgestimmt: Unsere Mitarbeitenden erwerben zehn Prozent ihrer Kompetenzen durch individuelles Lernen mit dem GoodHabitz-Online-Training, weitere 20 Prozent durch den Austausch mit Kollegen und die restlichen 70 Prozent durch Herausforderungen und Aufgaben in ihrer täglichen Arbeit“, erklärt Pedro Calleja, Senior Director Global Head of Rewards bei Ferring.

Mit diesem Ansatz ermöglicht Ferring allen seinen Mitarbeitenden, einschließlich der Labor- und Produktionsmitarbeitenden, die freie Wahl der Kurse, über deren Themen sie mehr erfahren möchten.  Da der Schwerpunkt des Lernprogramms von Ferring nicht nur auf dem individuellen Online-Lernen liegt, sollen die Lerninhalte auch verstärkt in die Praxis integriert werden.

Laurence Tétaz, Koordinatorin für HR bei Ferring, erklärt: „Eine neue Idee ist die Einführung von GoodHabitz-Schulungen als Präsenzschulungen. Wir haben festgestellt, dass manche Menschen motivierter sind, wenn sie in Gruppen lernen und die Möglichkeit zum Austausch haben.“ Den Mitarbeitenden einerseits zuzuhören, was sie in ihrer persönlichen Weiterentwicklung und welche Lernumgebung sie benötigen, kann zu einer florierenden Lernkultur führen und New Work und ihre Herausforderungen zu einer spannenden Lern-Reise werden lassen.