Angst vor Altersarmut gipfelt nicht in Vorsorge

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Nach wie vor klaffen die Angst vor Altersarmut und tatsächliche Vorsorgebemühungen meilenweit auseinander. Eine Studie des Consulting- und Wirtschaftsprüfungsunternehmens Deloitte „bAV zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ zeigt vor allem die Defizite im Bereich betriebliche Altersversorgung.

Obwohl die Nachrichten über zunehmende Altersarmut überall präsent sind, sorgen nur wenige Arbeitnehmer mit einer bAV für das Alter vor. Bild: Piotr Marcinski/Fotolia.de
Obwohl die Nachrichten über zunehmende Altersarmut überall präsent sind, sorgen nur wenige Arbeitnehmer mit einer bAV für das Alter vor. Bild: Piotr Marcinski/Fotolia.de

Momentan haben nur 26 Prozent der befragten Arbeitnehmer eine bAV mit eigenen Beiträgen und nur elf Prozent eine, die der Arbeitgeber finanziert. Das ist viel zu wenig. Ob das gerade verabschiedete Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) die gewünschten Effekte bringt, bleibt abzuwarten. Nach Einschätzung von Peter Devlin von Deloitte würden einige Element des neuen Gesetzes die Wünsche der Arbeitnehmer berücksichtigen, andere würden ihnen widersprechen. „In welchem Maße und in welchem Zeitraum die bAV gestärkt werden wird, ist daher fraglich“, so seine ernüchternde Bilanz.

Jüngere sind weitgehend ahnungslos

Nur gut jeder Dritte deutsche Arbeitnehmer (39 Prozent) sieht dem eigenen Ruhestand sorglos entgegen. Der Rest befürchtet, dass die gesetzliche Rente gerade einmal die Hälfte der Kosten im Alter decken wird. Wie hoch diese allerdings ausfallen wird, ist weitgehend unbekannt. Vor allem jüngere Arbeitnehmer sind oft vollkommen ahnungslos, was die Höhe der Rente betrifft. Zwar sparen 80 Prozent der Befragten fürs Alter, allerdings vor allem mithilfe von Sparbuch und Festgeldkonto. Wie effektiv das angesichts anhaltender Niedrigzinsen ist, kann man sich leicht ausrechnen.

Misstrauen gegenüber bAV ist groß

Die Zufriedenheit mit der bAV als Alternative ist gering. Man fühlt sich schlecht informiert durch den Arbeitgeber (65 Prozent) oder misstraut Informationen – übrigens nicht nur solchen vom Arbeitgeber, sondern auch denen vom Versicherer und Betriebsrat. Fast genauso viele der Befragten finden, dass der Arbeitgeber ein wenig mehr zur Betriebsrente beitragen könnte. Für die Entgeltumwandlung gibt es vergleichsweise großes Verständnis. Allerdings beklagen viele Arbeitnehmer, dass es in ihrer Firma keine Angebote dazu gibt.

Sicherheit steht an erster Stelle

Sicherheit ist das „A und O“ bei Abschluss einer Betriebsrente, zur Not auch zulasten einer höheren Rendite. Man will flexibel bei Ein- und Auszahlung sein. Etwa gleich viele der Befragten bevorzugen eine Kapitalleistung (40 Prozent) bzw. eine Rente (38 Prozent).

Die Studie steht › hier zum Download bereit.

Quelle: personalpraxis24.de

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