Die Volkswirtin Claudia Goldin erhält dieses Jahr den Wirtschaftsnobelpreis. Das hat die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm mitgeteilt. Goldin unterrichtet an der Harvard-Universität und erhält die Auszeichnung für die „Aufdeckung der wichtigsten Ursachen für geschlechtsspezifische Unterschiede auf dem Arbeitsmarkt“.
In ihrer Forschung fokussiert Goldin historische Entwicklungen etwa zu den Themen geschlechtsspezifische Einkommensgefälle, Einkommensungleichheit, technologischer Wandel oder Bildung und Einwanderung. Ausgezeichnet wurde ihr Zusammentragen und analysieren von historischen Daten zur Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt im Laufe der Jahrhunderte in unterschiedlichen Ländern. Die Ergebnisse sind länderübergreifend ähnlich, sodass ihre Forschung ein besseres Verständnis der Arbeitsmärkte von gestern, heute und morgen ermögliche, heißt es weiter in der Begründung. Ein Ergebnis ihrer Forschung: Die Wahlmöglichkeiten von Frauen auf dem Arbeitsmarkt waren und sind auch heute häufig durch die Ehe und die Verantwortung für Haushalt und Familie eingeschränkt.
Goldin ist die dritte Frau, die die Auszeichnung erhält. Zudem sei sie die erste Preisträgerin, die die Auszeichnung alleine erhalte. Der Wirtschaftsnobelpreis ist die höchste Auszeichnung, mit der Ökonominnen und Ökonomen ausgezeichnet werden können, und ist mit circa 950.000 Euro dotiert.
Tim Stakenborg war bis Sommer 2024 Redakteur bei der Personalwirtschaft.

