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iGZ und BAP nehmen Fusions-Gespräche auf

Der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) und der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleiter (BAP) könnten bald zusammengehören. Wie der iGZ mitteilte, haben seine Mitglieder mit einer absoluten Mehrheit entschieden, die Verhandlungen für eine gemeinsame Verbandsneugründung aufzunehmen.

Mit der möglichen Fusion möchten beide Verbände eigenen Aussagen nach ihr Ziel erreichen, eine „Zukunftssicherheit für die Branche“ in einer vom schnellen Wandel und neuen Trends geprägten Zeit herzustellen. Druck, sich zu fusionieren, sei vor allem aus den Reihen der Mitglieder gekommen.

iGZ erwartet herausfordernde Fusionsgespräche

Wann die Verschmelzung der beiden Verbände vollzogen werden kann, kann die iGZ noch nicht sagen. Zunächst müsse ein Koalitionsvertrag geschaffen werden. Das sei laut iGZ-Bundesvorsitzende Christian Baumann keine leichte Aufgabe. Er sieht vor allem eine Herausforderung darin, die jeweiligen Strukturen und Kulturen anzupassen. Ist dies auf dem Papier geschafft, müssen die Mitglieder noch zustimmen.

Beide Verbände denken schon seit langem über einen Zusammenschluss nach. 2013 wagten sie einen ersten Fusionsversuch, der daran scheiterte, dass die iGZ-Mitglieder eine Verschmelzung ablehnten. Dennoch arbeiteten BAP und iGZ in den vergangenen Jahren beispielsweise bei Tarifverhandlungen und für Lobbyarbeit zusammen.

Mit mehr als 3.500 Mitgliedsunternehmen ist der iGZ der mitgliederstärkste Arbeitgeberverband der Zeitarbeitsbranche in Deutschland. Der BAP zählt mehr als 1.800 Mitglieder mit mehr als 4.800 Personaldienstleistungsunternehmen. Damit vertritt der Verein eigenen Aussagen nach 50 Prozent der Branche.

Ist Redakteurin der Personalwirtschaft. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte sind die Themen Diversity, Gleichberechtigung und Work-Life-Balance.