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HR in der Pflicht beim Thema Purpose

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Für viele Fach- und Führungskräfte ist nicht klar, welchen Zweck der eigene Arbeitgeber verfolgt.
Foto: © laufer-stock.adobe.com

Für die Studie “Purpose. Die große Unbekannte.” Hat die Personal- und Managementberatung Kienbaum in Kooperation mit Human unlimited dieses Jahr in Deutschland 1300 Fach- und Führungskräfte befragt. Das Kienbaum Institut ISM ging unter anderem den Fragen nach, wie sich ein positiv wahrgenommener Purpose auf die Menschen im Unternehmen sowie auf die Gesamt-Performance auswirkt und wer für Entwicklung und Umsetzung des Purpose verantwortlich ist. Danach, so Kienbaum-CEO Fabian Kienbaum, steht Purpose in einem positiven Zusammenhang zur Performance, zur Kundenorientierung und zur Innovation. Mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer (56 Prozent) gibt an, dass vor allem die Geschäftsführung für die Umsetzung und Kommunikation des Unternehmens-Purpose verantwortlich ist. Allerdings erwarten die Befragten diesbezüglich von der HR-Funktion mehr Einsatz (plus 14 Prozent).

Zusammenhang zwischen gelebtem Purpose und Zufriedenheit

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass rund sechs von zehn Umfrageteilnehmern (59 Prozent) den Zweck des eigenen Unternehmens nicht ad hoc benennen können. Andererseits bemerken drei Viertel der Befragten (75 Prozent), die den Purpose kennen, dass sich ein gelebter Purpose positiv auf die Zufriedenheit der Fach- und Führungskräfte auswirkt. Entsprechend sieht Studienleiter Prof. Dr. Walter Jochmann, Managing Director und Partner bei Kienbaum, einen deutlichen Mehrwert für Unternehmen, die einen klaren Purpose kommunizieren und leben:

Unternehmenspurpose wird erst durch Menschen zum Leben erweckt und kann so einen Mehrwert für die Organisation schaffen,

so Jochmann.

HR muss Entwicklungsprozess des Purpose begleiten

Für die Personalbranche stellt sich laut Studie die Frage sowohl nach den Auswirkungen eines Purpose auf Talente als auch auf die praktische Umsetzbarkeit von Veränderungen. Hier müsse die HR-Funktion ansetzen, sagt Jochmann, und den durch die Geschäftsführung angestoßenen Entwicklungsprozess des Purpose von Anfang an begleiten. Der Personalfunktion komme so eine funktionale Rolle als Partner des Top-Managements und als Change Agent zu.

Die Studie kann > hier zum Download angefordert werden.

In Heft 11 der Personalwirtschaft gibt es einen Praxistransfer zum Thema, außerdem ein Interview mit den Initiatoren der Studie.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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