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Mehrheit der Mitarbeitenden würde sich erneut bei jetzigem Arbeitgeber bewerben

Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es essenziell für HR, die Mitarbeiterbindung zu fördern. Ergaben Studien aus den vergangenen Monaten noch, dass Beschäftigte sich eher wenig verbunden zu ihrem Arbeitgeber fühlen, macht nun eine aktuelle Umfrage der Deutschen Employer Branding Akademie (DEBA) Hoffnung. Denn laut den Ergebnissen der DEBA würden sich 64 Prozent der Befragten bei ihrem jetzigen Arbeitgeber erneut bewerben, 44 Prozent von ihnen sogar „auf jeden Fall“. Das spricht tendenziell für eine gute Mitarbeiterbindung.

Dem gegenüber steht fast ein Viertel (24 Prozent) der rund 2.500 befragten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, das nicht mehr beim gleichen Arbeitgeber eine Tätigkeit anfangen wollen würde. Auffallend ist, dass die Mitarbeiterbindung bei Arbeitern und Arbeiterinnen – solchen Beschäftigten, die in der Regel eine Berufsausbildung statt eines Studiums gemacht haben und oft körperliche Arbeit verrichten – geringer ist. Bei den Arbeitern würde sich nur etwas mehr als jeder Zweite (53) Prozent erneut beim derzeitigen Unternehmen bewerben und 18 Prozent sogar „auf keinen Fall“.

Um diejenigen, die heute keine Tätigkeit mehr bei ihrem aktuellen Arbeitgeber aufnehmen würden, gelte es zu kämpfen: „Wir erleben gerade eine Zeitenwende am Arbeitsmarkt. Es gehen mehr Leute als nachkommen, die Personaldecke wird überall immer dünner. In einer solchen Situation muss ein Arbeitgeber um fast jede Person kämpfen“, sagt DEGA-Geschäftsführer Reiner Kriegler.

Warum wechseln Arbeitnehmer den Job?

Entscheidet sich ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin ihren Arbeitgeber zu verlassen, liegt dies laut den Umfrageergebnissen vor allem am Gehalt. Mehr als ein Drittel (37 Prozent) aller Befragten fangen wegen einer besseren Bezahlung bei einem neuen Arbeitgeber an. Paradoxerweise geben die Befragten aber gleichzeitig an, dass das Gehalt für sie ein eher unwichtiges Merkmal eines guten Arbeitgebers ist. Weitaus wichtiger sei ein „fairer Umgang mit den Beschäftigten“. In diesem Punkt sind sich Büroangestellte sowie Arbeiter und Arbeiterinnen einig. „Unsere Praxiserfahrung zeigt, dass die Menschen oft dann über Geld reden, wenn ihnen etwas anderes fehlt, insbesondere die Wertschätzung“, erklärt Kriegler diesen scheinbaren Widerspruch.

Stefanie Jansen ist Volontärin in der Redaktion der Personalwirtschaft. Dort betreut sie unter anderem die Newsletter und schreibt Artikel zu verschiedenen Themen.