Mit 22 Jahren hat eine Influencerin ein Unternehmen gegründet. Mit 27 hat sie zwei Kinder und ist glücklich in einer Partnerschaft. Sie ist erfolgreich, reist um die Welt, hat Spaß und vor allem eines: in jungen Jahren schon viel erreicht. Solche Lebensläufe finden sich scheinbar zur Genüge in den sozialen Medien. Arbeitgeber können hieraus einiges ableiten, wenn sie ihr betriebliches Gesundheitsmanagement für die jüngeren Generationen attraktiv machen möchten. Denn die jungen Mitarbeitenden, die in der eigenen Sozialisierung mit Geschichten solcher Influencer (virtuell) konfrontiert sind, haben meist andere Bedürfnisse als ältere Mitarbeitende, deren Umfeld in ihren formativsten Jahren eine andere Dynamik hatte.
Sophie Dinse, ehemalige Head of People & Culture bei WeCreate (seit Kurzem ist sie Business Partner bei JYSK), gehört zum einen mit ihren 26 Jahren selbst der Generation Z an. Zum anderen verantwortet sie beim Start-up für Marketing auf TikTok, Youtube und Instagram die HR-Belange der Mitarbeitenden, deren durchschnittliches Alter ebenfalls bei 26 Jahren liegt. „Der Druck, sich zu beweisen, herauszustechen und die eigenen Leistungen und Fähigkeiten bestmöglich zu vermarkten, ist immens“, sagt Dinse. Viele aus der jüngeren Generation hätten das Gefühl, dass ihre Leistungen nie genug sind, weil es irgendwo immer eine Person gibt, die besser performt – und genau das spiegelten die sozialen Medien einem wider.
Zugang wählen und weiterlesen:
- Alle Plus-Artikel nutzen
- Das Magazin als E-Paper lesen & Zugriff auf das E-Paper-Archiv
- Im Gratismonat jederzeit kündbar, danach 175 € /Jahr
- Alle Plus-Artikel nutzen
- Das Magazin als E-Paper lesen & Zugriff auf das E-Paper-Archiv
- Jederzeit monatlich kündbar
