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DeepSkill will emotionale Fähigkeiten fördern – und findet Investoren

Das Kölner Ed-Tech-Start-up DeepSkill kann sich über eine Pre-Seed-Finanzierung in Höhe eines siebenstelligen Betrags freuen. Hauptinvestoren sind der High-Tech Gründerfonds (HTGF) und die Unternehmensberatung Kienbaum. Ebenfalls von der Idee des Gründer-Duos überzeugt sind Ina Schlie, Co-Vorsitzende vom Investorinnen-Netzwerk encourageventures, und Anna Kaiser, Co-Gründerin des gerade verkauften Start-ups Tandemploy. Auch sie investieren in das Start-up, das mittels einer digitalen Plattform eigenen Aussagen nach dabei helfen möchte, die Arbeitswelt menschenzentrierter zu gestalten.

Mit den neuen Geldern will das Start-up eine Plattform weiterentwickeln, mit der über einen ganzheitlichen Ansatz emotionale Fähigkeiten der Mitarbeitenden, das Gründer-Duo nennt sie „Deep Skills“, gefördert werden sollen. Solche Fähigkeiten seien zum Beispiel Empathie, Kooperationsfähigkeit und mentale Stärke. Auf der Plattform gibt es Lern- und Coachingprogramme, die meist für drei bis zwölf Monate angesetzt sind und Einzel- und Gruppencoachings sowie Gamification-Elemente und E-Learning-Inhalte beinhalten. Für wen welches Weiterentwicklungsformat geeignet ist, wird auch mithilfe eines Algorithmus entschieden.

Erfahrener CTO mit an Bord

Einen anderen Teil der finanziellen Mittel möchte das 2020 gegründete Unternehmen für den Ausbau des Tech-, Sales- und Content-Teams verwenden. Im Zuge der Finanzierungsrunde hat das Gründer-Duo – bestehend aus der Tech-Managerin Miriam Mertens und dem Content-Experten Peter Goeke – Thomas Leidinger als Chief Technology Officer (CTO) eingestellt. Leidinger war zuletzt mehr als zehn Jahre maßgeblich an der Weiterentwicklung der Statistik-Webseite Statista beteiligt. Er soll den Programmkonfigurator von DeepSkill sowie die Lernplattform selbst ausbauen und leiten. Auch wird der Aufbau des Tech-Teams in seiner Verantwortung liegen.

Die Erwartungen der Investoren sind hoch: „DeepSkill zeigt eindrucksvoll, was die digitale Transformation für HR bedeuten kann, nämlich die intelligente Nutzung von Technologie zugunsten des menschlichen Fortschritts“, sagt Fabian Kienbaum, CEO des Beratungsunternehmens Kienbaum. „Und das ist entscheidend. Denn: Der Ansatz einer ganzheitlichen Personalentwicklung ist einer der wesentlichen Schlüssel für die Arbeitswelt der Zukunft, in der wir mehr denn je lernende Organisationen formen müssen, um in einer VUCA-Welt bestehen zu können.“

Ist Redakteurin der Personalwirtschaft. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte sind die Themen Diversity, Gleichberechtigung und Work-Life-Balance.