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Das sind die beliebtesten Ausbildungsberufe 2021

Der beliebteste Ausbildungsberuf im Jahr 2021 war „Kaufmann/ -frau für Büromanagement“. Das geht aus einer Analyse des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hervor, bei der die Zahlen der für die einzelnen Berufe neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge verglichen werden. Insgesamt standen den neuen Azubis 320 anerkannte duale Ausbildungsberufe nach Berufsbildungsgesetz (BBiG) und Handwerksordnung (HwO) zur Verfügung.

Neben der Ausbildung für den Beruf „Kaufmann/ -frau Büromanagement“  hatten sich zum Stichtag 30. September 2021 junge Frauen und Männer vor allem auch dazu entschieden, „Verkäufer/-in“ und „Kraftfahrzeugmechatroniker/-in“ zu werden. Auf den Plätzen vier bis zehn der ausbildungsstärksten Berufe rangieren „Kaufmann/-frau im Einzelhandel“, „Medizinische/r Fachangestellte/-r“, „Fachinformatiker/-in“, „Industriekaufmann/-frau“, „Elektroniker/-in“, „Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik“ und „Zahnmedizinische/r Fachangestellte/-r“.

„Kaufmann/Kauffrau für E-Commerce“ nimmt an Beliebtheit zu

Während es im Spitzenfeld insgesamt keine großen Überraschungen gab, machte ein Beruf bei den Neuabschlüssen den größten Sprung nach vorn: Der Beruf „Kaufmann/Kauffrau für E-Commerce“ kletterte mit 1.887 Ausbildungsverträgen um zwölf Ränge auf Platz 54. Das entspricht einem Anstieg von 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als noch 1.485 Verträge neu abgeschlossen wurden. Laut BIBB dürfte der Zuwachs auf den seit Corona stark wachsenden Online-Handel zurückzuführen sein.

Was Frauen werden wollen

Bei den Frauen gab es erstmals nach vielen Jahren eine Neuerung: Nachdem der Beruf „Kauffrau für Büromanagement“ stetig auf Platz eins der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge gelegen hatte, wurde er nun vom Beruf „Medizinische Fachangestellte“ auf Platz zwei verdrängt. Hier verzeichnete das BIBB 17.154 Neuabschlüsse; das sind rund 2000 und damit 13 Prozent mehr als 2020. Für die Ausbildung zur „Kauffrau für Büromanagement“ wurden 16.725 neue Verträge abgeschlossen. Am dritt beliebtesten ist die Ausbildung zur „Zahnmedizinische Fachangestellte“, dicht gefolgt von der zur „Verkäuferin“, der zur „Kauffrau im Einzelhandel“ und der zur „Industriekauffrau“. Allein diese sechs Berufe machen mehr als 43 Prozent der neuen Ausbildungsverträge für Frauen aus. Folglich konzentrieren sich weibliche Azubis auch weiterhin hauptsächlich auf eine kleine Bandbreite „klassischer“ Frauenberufe.

Die beliebtesten Ausbildungsgänge bei Männer

Bei den Männern sind nach wie vor technische und Handwerksberufe am beliebtesten. Auf den ersten Plätzen der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge wurde nur eine Verschiebung verzeichnet. Weiterhin unangetastet an der Spitze bleibt der Beruf „Kraftfahrzeugmechatroniker“, für den sich 19.713 junge Männer entschieden haben, was einem Plus von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auf Platz zwei rangiert die Ausbildung zum „Fachinformatiker“. Diesmal auf Platz drei schaffte es der Beruf „Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik“, der den letztjährigen Platz vier nun mit dem „Elektroniker“ tauschte. Auf die Ränge fünf und sechs kamen unverändert die Ausbildungsberufe „Verkäufer“ und „Kaufmann im Einzelhandel“. Bei den jungen Männern entfallen rund 28 Prozent aller neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge auf diese sechs Berufe. Sie fokussieren sich also nicht ganz so stark wie Frauen auf nur wenige Möglichkeiten.

Tabellarische Übersichten über die Neuabschlüsse von Ausbildungsverträgen, sowohl insgesamt als auch unter anderem differenziert nach Geschlechtern und Bundesländern, stehen hier zur Verfügung.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.