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Fremdsprachenkenntnisse in Unternehmen: noch Lernbedarf

95 Prozent der Führungskräfte hierzulande sagen, dass in ihrem Unternehmen mehr als eine geschäftskritische Sprache gebraucht wird. Als wichtigste Fremdsprache hat das Englische vor Französisch und Spanisch einen großen Vorsprung: Die deutschen Führungskräfte geben an, dass nach dem Deutschen als wichtigster Sprache Englisch mit 92 Prozent die nächstwichtige Sprache ist. Mit weitem Abstand folgen Spanisch mit sechs und Französisch mit fünf Prozent. Mandarin hat in deutschen Firmen erst ab einer Unternehmensgröße von 3.000 Mitarbeitern eine Bedeutung.

Den höchsten Anteil an Mitarbeitern, die Fremdsprachenkenntnisse benötigen, haben das Gesundheitswesen mit 21 Prozent, EDV-Services und IT mit 20 und Handel, Transport, Vertrieb und Großhandel mit 19 Prozent.

Fremdsprachen sind wichtig für den Geschäftserfolg

Fast zwei Drittel (63 Prozent) bestätigen, dass ihre Mitarbeiter ihre Kenntnisse in mehreren Sprachen verbessern müssen. 70 Prozent sind der Ansicht, dass Fremdsprachen in ihrer Firma aktuell nicht auf dem Niveau geschult werden, das für multinationale Organisationen notwendig ist. Dann 79 Prozent der Führungskräfte gehen davon aus, dass Sprachkenntnisse entscheidend für den geschäftlichen Erfolg sind und sich insbesondere in diesen Bereichen positiv auswirken: 79 Prozent sagen, dass Fremdsprachen für die  Optimierung der Kundenbeziehungen wichtig sind, 68 Prozent sehen eine Bedeutung für die  Produktivität der Mitarbeiter und 72 Prozent denken, dass Sprachkenntnisse die Vertriebschancen verbessern.

Das sind Ergebnisse einer Studie, die die Marktforschungsagentur Vanson Bourne im Herbst 2014 im Auftrag von Rosetta Stone, einem internationalen Anbieter von Bildungstechnologie und Sprachlernlösungen, in Deutschland und England durchgeführt hat. Befragt wurden in jedem Land jeweils 250 Führungskräfte aus Unternehmen ab 500 Mitarbeitern, die für Weiterbildung und Sprachunterricht verantwortlich sind.

Die Mehrheit der befraten Führungskräfte will das Sprachenlernen verstärkt fördern. Fast drei Viertel (73 Prozent) erwarten, dass neue Mitarbeiter zukünftig über bessere Sprachkenntnisse verfügen. Mit 86 Prozent gibt die große Mehrheit an, dass es ihnen wichtig ist, eine einzige Trainingsplattform bereitstellen zu können, die von Lernenden aller Sprach-Levels genutzt wird.

Allerdings ist in nur rund einem Viertel der befragten Unternehmen Fremdsprachtraining obligatorisch. Ebenfalls fast ein berichtet, dass zwar unterschiedliche Trainingsmethoden empfohlen werden, jedoch im Unternehmen nicht zur Verfügung stehen. Als größte Herausforderung beim Sprachenlernen nannten die deutschen Befragten zum einen den großen Zeitaufwand (48 Prozent) sowie die Schwierigkeit, unternehmensweit einen einheitlichen Sprach-Standard zu etablieren (42 Prozent).

Die wichtigsten Studienergebnisse sind hier als Grafiken zusammengefasst.