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Start-up für KI-basierte Verhaltensanalyse erhält siebenstellige Finanzierung

Das Start-up Retorio, das eine KI-basierte Verhaltensanalyse-Plattform vertreibt, hat eine siebenstellige Finanzierungsrunde abgeschlossen. Zu den Investoren gehören nach Angaben des Unternehmens Venture Capital Fonds wie Conviction VC, Basinghall Partners und Sofia Angels Ventures. Außerdem investieren derzeitige und ehemalige CEOs von DAX-Unternehmen.

Laut Mitgründer und Managing Director Christoph Hohenberger werde der Input der erfahrenen CEOs vor allem bei der Lösung strategischer Fragen helfen. Die Investoren würden dem Start-up nicht nur finanzielle Mittel bereitstellen, sondern es auch beraten. Das neue Kapital wiederum soll dabei helfen, auf die – laut Angaben des Unternehmens – steigende Zahl von Kundenfragen zu reagieren und das Customer-Success- und Sales-Teams weiter auszubauen.  

Was macht das Start-up?

Retorio hat eine Plattform zur Verhaltensanalyse entwickelt, die passende Talente für bestimmte Stellen finden und je nach Anforderung der Position weiterentwickeln soll. Das geschieht durch eine KI, die Videos von Bewerbenden analysiert und auswertet, wie gut diese zu den Anforderungen an die Stellenbesetzung und zur Unternehmenskultur passen. Nach dem Onboarding versetzt eine Video-Simulation die neuen Mitarbeitenden in Gesprächssituationen aus ihrem beruflichen Alltag. Anschließend bewertet die KI ihr Gesprächsverhalten und gibt Verbesserungsvorschläge.

Es gibt allerdings rechtliche Einschränkungen bei der Nutzung von KI in Bewerbungsverfahren. Die Datenschutzverordnung verbietet grundsätzlich eine rein automatisierte Entscheidungsfindung durch eine KI, wenn kein besonderer Ausnahmefall vorliegt. Dies erklärte uns der Fachanwalt für Arbeitsrecht Prof. Dr. Michael Fuhlrott. Mehr zu den rechtlichen Aspekten der Nutzung von KI lesen Sie hier.

Retorio will internationale Kunden gewinnen

Trotz der Einschränkungen ist die KI-Plattform in Deutschland nach Angaben des Unternehmens bereits erfolgreich: Fünf große deutsche Unternehmen gehören zu Retorios Kunden. Jetzt wolle man auch international neue Partner gewinnen. Laut Unternehmensangaben wird die Plattform bereits im Ausland verwendet „Einige Großkunden führen die Retorio-Plattform derzeit weltweit ein“, sagt Patrick Oehler, ebenfalls Mitgründer und Managing Director.

Er und Hohenberger gründeten das Start-up 2018. Es ging ursprünglich aus einem Forschungsprojekt der School of Management der TU München hervor.  Dort erhielten beide ihren Doktortitel am Lehrstuhl Strategie und Organisation.

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Start-ups

Start-ups sind relativ frisch gegründete Unternehmen. Mitunter bestehen sie nur aus einem oder mehreren Gründerinnen und Gründern, manchmal haben Sie auch schon die ersten Beschäftigten. Erste extra für den Bereich HR zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt es meist noch nicht, eine richtige Personalabteilung erst recht nicht. Die Personalarbeit wird meist „nebenbei“ erledigt.

Stefanie Jansen ist Volontärin in der Redaktion der Personalwirtschaft. Dort betreut sie unter anderem die Newsletter und schreibt Artikel zu verschiedenen Themen.

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