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Inflation: So unterstützen Unternehmen ihre Mitarbeiter

Steigende Preise – vor allem für Energie – bereiten zahlreichen Mitarbeitenden Sorgen. Um Entlastung zu schaffen, könnten Arbeitgeber ihre Angestellten unter anderem mit Zuschüssen, Lohnerhöhungen und Einmalzahlungen unterstützen. Laut einer Studie des ifo-Instituts in Kooperation mit dem Personaldienstleister Randstad tun dies auch einige Unternehmen – wobei Tankgutscheine als erste Reaktion auf die Krisensituation beliebt sind und geplante Lohnerhöhungen als Basishilfe angesehen zu werden scheinen.

Auf aktuelle Ereignisse haben bisher die meisten Organisationen reagiert, indem sie ihren Mitarbeitenden einen Tankgutschein zukommen haben lassen (33 Prozent). Mit einer Einmalzahlung haben die Arbeitgeber von 22 Prozent der rund 1.000 befragten HR-Verantwortlichen ihre Angestellten in der derzeitigen Lage unterstützt. Einen Fahrtkostenzuschuss zahlen 21 Prozent, ein Jobticket oder eine Bezuschussung für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gibt es bei 18 Prozent. Dabei beteiligen sich vorwiegend kleine und mittelständische Industrie- und Handelsbetrieb an den Fahrtkosten ihrer Mitarbeitenden.

Das Homeoffice ausgeweitet haben 19 Prozent, wobei dies in den meisten der befragten Unternehmen heißt, dass monatlich durchschnittlich knapp 9 Tage von Zuhause aus gearbeitet werden darf. Trotz der Ausweitung des Homeoffice plant nur jedes hundertste Unternehmen, seinen Mitarbeitenden einen Zuschuss zu den Stromkosten zahlen oder tut dies bereits.

Lohnerhöhungen werden meist wie geplant durchgeführt

Während sich die meisten Unternehmen mit zusätzlichen Krisen-Benefits eher zurückhalten, halten sie an ihren geplanten Lohnerhöhungen fest. Möglicherweise sehen einige von ihnen den Anstieg des Gehalts bereits als ausreichende Krisenkompensation für die Mitarbeitenden an. Ende 2021 planten 78 Prozent der Unternehmen, die Löhne zu steigern, und zwar um durchschnittlich 4,7 Prozent. Die Gehaltserhöhungen durchgeführt haben bislang 37 Prozent von ihnen, 48 Prozent wollen dies in den kommenden Monaten tun. Lediglich 9 Prozent der Organisationen haben eine Lohnerhöhung aufgrund der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Lage zurückgestellt. Laut dem ifo-Institut halten auch so viele Unternehmen an den Lohnerhöhungen fest, weil sie aufgrund des im Oktober kommenden neuen Mindestlohn das Gehalt ihrer Mitarbeitenden auf 12 Euro pro Stunde steigern müssen.  

Nichts mit der Mindestlohnerhöhung zu tun haben Boni. Und auch diese werden von rund 50 Prozent der Unternehmen wie geplant gezahlt. Einen Inflationsausgleich wollen dahingegen nur circa 18 Prozent der Arbeitgeber zahlen.

Info

Ist Redakteurin der Personalwirtschaft. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte sind die Themen Diversity, Gleichberechtigung und Work-Life-Balance.