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Trendence-Befragung: Homeoffice-Zuschüsse noch ausbaufähig

Rund die Hälfte der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Deutschland wurde in der Corona-Zeit nach eigener Aussage durch Sachleistungen oder Boni vom Unternehmen unterstützt. Das geht aus dem aktuellen HR Monitor hervor, den das Trendence-Institut regelmäßig durchführt und an dem mehr als 1.800 Arbeitskräfte teilgenommen haben. 45 Prozent sagen, dass ihnen mindestens einmal ein Corona-Bonus gewährt wurde. Was die finanzielle Unterstützung für die Arbeit im Homeoffice betrifft, so kam nur knapp jeder Fünfte (19 Prozent) in den Genuss einer monetären Zuwendung. Und einen Zuschuss zu Strom-, Internet- oder Telefonkosten bekam nur etwa jeder Elfte (neun Prozent). Angesichts der steigenden Stromkosten wäre ein solcher Bonus für die Beschäftigten eine attraktive Zusatzleistung.

„Die letzten beiden Jahre waren eine harte Probe für Unternehmen und deren Belegschaften. Für die Arbeitgeber boten sie aber auch eine große Chance, sich als echter Partner ihrer Mitarbeitenden zu erweisen. Das haben viele Arbeitgeber zum Beispiel durch finanzielle Boni getan“,

sagt Robindro Ullah, Geschäftsführer des Trendence Instituts, zu den Befragungsergebnissen.

Er moniert jedoch, dass Unternehmen ihre Belegschaft nicht stärker bei der Einrichtung des Homeoffice unterstützt haben, zumal viele Beschäftigte von Zuhause aus ihrem Job nachgingen. Ullah plädiert dafür, dass der Großteil der Arbeitgeberleistungen künftig dorthin fließen sollte, vor allem da sich Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen inzwischen mehr Remote-Tage vorstellen können als noch vor zwei Jahren. Akademische Fachkräfte zum Beispiel, die vor der Pandemie im Schnitt anderthalb Tage pro Woche von Zuhause gearbeitet hatten, würden nach der Krise gern 3,1 Wochentage in Remote Work verbringen.

Besonders gefragt: Finanzielle Hilfe für Hardware-Ausstattung und schnelles Internet

Als Unterstützung von der Firma wünschen sich viele Beschäftigte genau das, was sie bislang weniger häufig erhalten haben: Circa vier von zehn Befragten (38 Prozent) würden gern einen PC oder Laptop gestellt bekommen. Ebenso viele erwarten, dass ihr Unternehmen ihnen eine schnelle und stabile Internetverbindung ermöglicht. Ein Viertel der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen hätte gern, dass ihr Betrieb für einen ergonomischen Arbeitsplatz im Homeoffice sorgt. Finanzielle Zuschüsse von Arbeitgeberseite werden derzeit immer wichtiger, nicht allein aufgrund der zunehmenden Inflation, sondern auch, weil die Ausgaben der Menschen hierzulande – vor allem auch die Heizkosten – infolge der Sanktionen der Bundesregierung gegen Russland voraussichtlich immens steigen werden.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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