Bereits zum 14. Mal vergeben die Dienstleister WTW und MCC im kommenden Jahr den Deutschen bAV-Preis. Unternehmen können sich bis zum 17. Dezember 2026 mit ihren Modellen der betrieblichen Altersversorgung (bAV) bewerben. Die Trophäe wird in zwei Kategorien vergeben: an kleine und mittlere (KMU) sowie an große Unternehmen.
Da Unternehmen ihre bAV vielfältig gestalten, können sie sich auch mit unterschiedlichen Ansätzen bewerben: Innovative Kommunikationsansätze können ebenso preiswürdig sein wie nachhaltige Investmentstrategien oder Innovationen in den Bereichen Plangestaltung und Administration. Eine Jury, bestehend aus Praktikerinnen und Praktikern aus Unternehmen wie Airbus, August Storck, BASF, Deutsche Bank, SICK und Traton, wählt die Preisträger aus. Dabei legt sie als Kriterien Hauptmotiv und Umsetzung, Innovationsgrad, Einklang mit der Unternehmens- beziehungsweise HR- und Personalstrategie sowie Verbesserungsgrad zugrunde.
Prämiert: innovative und kreative bAV-Lösungen
Beim bAV-Preis 2026 belegte Dow Deutschland den ersten Platz in der Kategorie „Großunternehmen“. Der Chemiekonzern erhielt die Auszeichnung für sein einheitliches, modulares bAV-System, das Matching-Mechaniken und Opt-out mit kapitalmarktorientierten Renditechancen und sofortigem kollektivem Risikoschutz verbindet. In der Kategorie „Kleine und mittlere Unternehmen“ teilten sich der AWO Bezirksverband Unterfranken und der WBO – Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen den ersten Platz: Die AWO erhielt die Auszeichnung für ihr tarifliches Sozialpartnermodell mit reiner Beitragszusage, das vielen Mitarbeitenden erstmals eine arbeitgeberfinanzierte Altersversorgung bietet. Der WBO wurde für die „BusRente BW“ gewürdigt, eine Branchenlösung, die alle Beschäftigten der mehr als 300 überwiegend familiengeführten Mitgliedsbetriebe erreicht.
„Die in der Vergangenheit ausgezeichneten Projekte haben bewiesen, dass sich bAV auch unter herausfordernden Bedingungen innovativ, effizient und werthaltig gestalten lässt. Das ist ein starkes Signal an alle Arbeitgeber, ihre bAV jetzt strategisch weiterzuentwickeln“, ist Dr. Thomas Jasper, Westeuropa-Chef der bAV-Beratung beim Finanzdienstleister WTW, überzeugt.
Jurymitglied Beate Petry, Head of Global Pensions and Benefits beim Chemiekonzern BASF, ergänzt: „Gute Altersvorsorge muss im Betrieb funktionieren. Die Preisträger der vergangenen Jahre zeigen, wie Arbeitgeber ihren Beschäftigten den Zugang zu guter Vorsorge erleichtern und damit einen wichtigen Beitrag leisten, die ergänzende Altersabsicherung in Deutschland zu stärken. Wenn andere Unternehmen diese guten Ideen aufgreifen oder darauf aufbauend neue Ideen entwickeln, dann gewinnen letztendlich die Mitarbeitenden.“
Info
Der Deutsche bAV-Preis wird seit dem Jahr 2013 vergeben, im Jahr 2027 bereits zum 14. Mal. Weitere Informationen sowie das Bewerberformular finden Sie hier. Der Preis wird am 6. April 2027 anlässlich des Kongresses „Zukunftsmarkt Altersvorsorge“ in Berlin verliehen.
Kirstin Gründel beschäftigt sich mit den Themen Compensation & Benefits, Vergütung und betriebliche Altersvorsorge. Zudem kümmert sie sich als Redakteurin um das Magazin "Comp & Ben". Sie ist redaktionelle Ansprechpartnerin für das Praxisforum Total Rewards.

